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Corona-Impfung

Land Steiermark peilt bis Sommer 700.000 Erst-Stiche an

Die Immunisierung gegen das Coronavirus schreitet in der Steiermark gut voran: Das Land peilt bis zum Sommer über 700.000 Erstimpfungen an, wie der stellvertretende Landesamtsdirektor, Wolfgang Wlattnig, am Freitag beim Impf-Update des Landes mitteilte. Laut Impfkoordinator Michael Koren wurden alleine in dieser Woche über 130.000 Erstimpfungs-Termine vergeben. Man rechne damit, mit dem heutigen Tag über 500.000 Personen mit der ersten Immunisierung versorgt zu haben.

red/Agenturen

Bisher habe es laut Impfkoordinator Koren gesamt 647.449 Stiche in der Steiermark gegeben. Alle, die sich angemeldet hätten, haben ein Angebot zur Erstimpfung bekommen. Man habe bisher rund 70 Prozent der Impfmöglichen erreicht. Ein kleiner Dämpfer sei es, dass die Lieferung von Pfizer/Biontech-Impfstoff in der Kalenderwoche 23 trotz Zusage eingeschränkt sei. Dies wären 10.500 Impfdosen weniger gewesen, aber weil der Bund auf sein Kontingent verzichtet habe, komme man in der Steiermark auf rund 5.500 Impfdosen weniger.

Bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen rechne man zu 99 Prozent mit einer Freigabe durch die EMA. Man bitte jedenfalls um Anmeldungen, das Ziel sei, alle zwischen 12 und 16 Jahren über den Sommer mit einem Erststich versorgen zu können.

Laut Wlattnig sei man „voll im Impffinale“. Wenn alle ihre Termine wahrnähmen, kämen über 700.000 Erstimpfungen zusammen. „Wir haben im Februar 500.000 Erstimpfungen angekündigt, das werden wir recht deutlich übertreffen, es hängt aber auch von den Lieferung ab“, sagte Wlattnig. Bis Schulschluss werde man rund 430.000 Vollimmunisierungen haben, das seien 34 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Weiters habe man die bisher gehandhabte Sperre von Personen nach zwei Ablehnungen von Impfterminen aufgehoben. „Aus unserer Sicht ist das nicht mehr erforderlich“, sagte Wlattnig. Der Leiter des Katastrophenschutzes, Harald Eitner, sagte, dass diese Woche rund 22.400 Impfungen verabreicht wurden, bisher mit Pfizer/Biontech und Moderna, Freitag und Samstag mit AstraZeneca. Im Schwarzlzentrum in Premstätten bei Graz werde ein großes Impfzelt errichtet, damit könne man die Kapazität von 40.000 auf 60.000 Impfungen pro Woche steigern.

Tirol lädt nun auch Personen unter 50 Jahren ein

Indes nimmt das Land Tirol jetzt auch die Corona-Impfung von Personen unter 50 Jahren in Angriff. Ab heute, Freitag, werde die Impfterminvergabe in Impfzentren und bei den niedergelassenen Ärzten für alle vorgemerkten Personen ab 16 Jahren freigeschaltet, teilte Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) in einer Aussendung mit. Die Priorisierungen würden weiter eingehalten, auch Personen unter 50 Jahren werden nach Alter abgestuft eingeladen, wurde betont.

„Der Impffortschritt bei priorisierten Personengruppen entwickelt sich gut, auch wenn es immer wieder zu Nachmeldungen kommt“, begründete Leja die nunmehrige Entscheidung. Das Impf-Credo laute aber weiterhin: Alt vor Jung, Personen mit hohem Risiko vor Personen mit geringem Risiko.

Indes wies die ÖVP-Politikerin auf eine offenbar immer häufiger auftretende Problemstellung hin: Die Anfrage von Terminverschiebungen aufgrund von Urlaubsreisen oder „anderen nicht triftigen Gründen“. „Alle impfwilligen Personen werden eindringlich gebeten, sich bei Zweifachimpfstoffen beide angebotenen Impftermine vorab anzusehen und nur dann zu bestätigen, wenn sie auch beide Termine wahrnehmen können“, appellierte Leja.

42 Kärntner Betriebe meldeten sich an

In Kärnten wiederum haben sich 42 Betriebe dafür angemeldet, Betriebsimpfungen durchführen zu lassen. Wie der Landespressedienst in einer Aussendung mitteilte, sollen in diesen Betrieben in den kommenden Wochen 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft werden.

Am vergangenen Wochenende wurde in Kärnten die 300.000. Impfung verabreicht, laut Informationen des Landes haben damit 48 Prozent der über 18-Jährigen zumindest eine Immunisierung erhalten. Nun hoffe man auf noch mehr Impfstofflieferungen, derzeit werden nämlich zahlreiche Zweitimpfungen schlagend. Ein Einschnitt bei den Lieferungen wird allerdings für die übernächste Woche erwartet, dann wird weniger Impfstoff geliefert als geplant. Begründet wird das mit einem „Notfallplan“ der EU. Mit Stand Donnerstagabend waren aktuell 53.000 Kärntner für eine Impfung vorgemerkt, die aber noch nicht zu einem Termin eingeladen wurden.

Für die Sommermonate soll sich auch etwas an der Abwicklung der Impfungen ändern. Geplant ist, dass an den Bezirksstellen der ÖGK immer weniger immunisiert wird und die niedergelassenen Ärzte dafür mehr impfen. Wie genau das ablaufen wird, wird je nach Bedarf entschieden.