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Corona-Impfung

Novavax-Impfstoff in Österreich eingetroffen

Die Covid-Impfung Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax ist am Donnerstagnachmittag in Österreich eingetroffen. 1,1 Millionen Dosen wurden in ein Lager nach Niederösterreich gebracht, hieß es vom Verband der Arzneimittel-Vollgroßhandels (PHAGO). Kommende Woche soll die Auslieferung an die Bundesländer erfolgen. Mehrere zehntausend Menschen haben sich für den Proteinimpfstoff vorgemerkt. Er bedient sich einer traditionelleren Technologie als die anderen Vakzine.

red/Agenturen

Damit könnten insbesondere jene Menschen, die eine Schutzimpfung bisher verweigert haben, angesprochen werden. Das Mittel von Novavax ist der fünfte Corona-Impfstoff, der in der EU zugelassen worden ist. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Die Effektivität zum Schutz vor symptomatischen Infektionen wurde von der EU-Arzneimittelbehörde EMA mit rund 90 Prozent angegeben. Österreich hat laut Gesundheitsministerium insgesamt 3,1 Millionen Dosen von Novavax für das erste Quartal geordert.

Die 1,1 Millionen Dosen der ersten Tranche kamen aus dem Werk des Impfstoffherstellers Novavax in Roermond in den Niederlanden in ein PHAGO-Zentral-Impfstofflager. Von dem Standort übernehmen die PHAGO-Betriebe die Verteilung der Impfstoffe in Österreich. Die Dosen werden dann an insgesamt 17 PHAGO-Standorten in allen Bundesländern bis zum Abruf durch die Impfstellen gelagert. Laut dem Verband haben in der Pandemie die fünf Arzneimittel-Vollgroßhändler bisher über 17 Millionen Dosen Covid-Impfstoffe ausgeliefert - konkret an Impfstraßen, Ärzte, Apotheken und Betriebe.

Vorarlberg verimpft Novavax ab 1. März

Wie auch in anderen Bundesländrn sind in Vorarlberg ab kommender Woche Corona-Schutzimpfungen mit Novavax möglich. Verabreicht werden diese ab 1. März im Impfzentrum Nenzing (Bez. Bludenz) und ab 2. März im Impfzentrum Dornbirn, informierte die Landespressestelle am Donnerstag. Bisher haben sich 800 Personen dafür vormerken lassen. Wegen der insgesamt rückläufigen Nachfrage werden die Öffnungszeiten der Impfstraßen verkürzt, die Impf-Kojen in Einkaufszentren sollen abgebaut werden.

Vorgemerkte könnten nun einen Impftermin buchen. Der Novavax-Impfstoff werde auch in den niedergelassenen Ordinationen erhältlich sein, so Vorarlbergs Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) in der Aussendung. Das Präparat sei vorerst für die Grundimmunisierung zugelassen, die dritte Impfung erfolge nur mittels mRNA-Impfstoffen. Das Land wird zudem die Öffnungszeiten in den Impfstraßen einschränken, zur genauen Ausgestaltung laufen laut Rüscher derzeit intern noch Beratungen. In den Einkaufszentren in Feldkirch-Altenstadt, Bürs (Bez. Bludenz) und Egg (Bregenzerwald) kann man sich an diesem Freitag und Samstag letztmalig immunisieren lassen, dann werden die Impf-Kojen geschlossen.

Für das Testen sind dem Land Vorarlberg nach Auskunft der Landespressestelle seit Beginn der Pandemie Kosten von rund 15,5 Mio. Euro entstanden. „Auf Grundlage des Epidemiegesetzes refundiert der Bund den überwiegenden Teil dieser Kosten - rund 13,8 Mio. sind vom Bund bisher schon anerkannt worden und werden demnach zurückgezahlt“, hieß es.