Deutschland

RKI: Pandemie ist nicht vorbei

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat angesichts der aktuellen Rekord-Infektionszahlen seine Appelle für eine Impfung und rücksichtsvolles Verhalten wiederholt. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, im Gegenteil", sagte Wieler am Freitag in Berlin mit Blick auf das anziehende Infektionsgeschehen. "Jede Woche sterben aktuell mehr als 1000 Menschen im Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion in unserem Land." Innerhalb einer Woche seien zuletzt etwa drei Prozent der Bevölkerung positiv mit Covid-19 getestet worden, einige Landkreise wiesen Sieben-Tage-Inzidenzen von über 3000 aus, führte Wieler aus. Mit Blick auf die Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen betonte er, nun gehe es darum "wie wir uns verhalten".

red/Agenturen

Wieler erklärte, eine Impfung könne zwar nicht immer eine Infektion verhindern, in den meisten Fällen schütze sie aber davor, dass man schwer erkranke. Weltweite Daten zeigten demnach deutlich, dass Geimpfte generell viel seltener ins Krankenhaus müssten und viel seltener sterben würden. Besonders deutlich sehe man diesen Effekt bei älteren Menschen mit Auffrischimpfung. Entsprechend forderte er noch ungeimpfte Menschen auf, sich immunisieren zu lassen.

„Wie sich die nächsten Wochen entwickeln, das hängt sehr stark von unser aller Verhalten ab“, sagte Wieler. Wer Symptome habe, solle drei bis fünf Tage zuhause bleiben und außerhalb des Haushaltes möglichst niemanden treffen, vor allem keine Menschen mit Risikofaktoren. Auch die AHA-Regeln empfahl Wieler weiterhin – und betonte insbesondere die Bedeutsamkeit des Maskentragens in Innenräumen.

Mit Blick auf besonders gefährdete Menschen sagte er, jede und jeder Einzelne könne durch die Einhaltung der Maßnahmen helfen, sie zu schützen. „Wir können diese Pandemie nach wie vor nur gemeinsam bewältigen, und wir werden sie auch gemeinsam bewältigen.“