FSME-Impfung

Omnipräsente Zecken

Die Zecken lauern überall: Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller hat am Mittwoch empfohlen, dass nur mit einer FSME-Impfung im Grünen gespielt werden sollte. Denn was viele Menschen nicht im Fokus hätten: Die gefährlichen Spinnentierchen gibt es auch auf Spiel- und Fußballplätzen, hieß es in einer Aussendung.

red/Agenturen

„Das sind allerdings genau jene Orte, wo sich neben den Menschen auch die Zecken wohlfühlen. Stiche des Spinnentieres werden oft übersehen, eventuelle nachfolgende Krankheitssymptome aufgrund von FSME oder Borreliose schließt das natürlich nicht aus. Auch (kleine) Kinder kann man gegen FSME impfen lassen, was die WHO für Endemiegebiete wie Österreich auch empfiehlt“, wurden unterstrichen.

„Das hat seinen Grund“, erklärte Kinderarzt Peter Voitl, auch Leiter des Referats für Impfangelegenheiten der Wiener Ärztekammer, in der Aussendung. „Zwar verläuft FSME bei Kindern meist weniger schwer als bei Erwachsenen, dennoch kommen jedes Jahr mehrere Kinder mit einem schweren Verlauf ins Spital. Außerdem gibt es auch bei Kindern mit mildem Verlauf Langzeitfolgen, vor allem im neurologischen Bereich.“

Es wurde auch auf die möglichen Folgen des Nicht-Impfens aufmerksam gemacht. Selbst wenn man die Zecke beim Absuchen finde und danach entferne, senke dies zwar das Risiko für Borreliose, nicht aber für FSME.

 

Zecke
Nicht nur im Wald, auch auf Sportplätzen und Co. finden sich die potentiell krankheitsübertragenden Spinnentierchen.
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