Ukraine-Krieg

Österreich unterstützt Ukraine mit über 80 Millionen Euro

41,9 Millionen Euro hat die Spendenaktion „Nachbar in Not“ bis Ostermontag für die Menschen in der Ukraine eingenommen. Die Bundesregierung hat diesen Betrag wie angekündigt mit Mitteln aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) des Außenministeriums verdoppelt. Weitere 4 Millionen Euro gehen an das Welternährungsprogramm (WFP) für die Arbeit im Libanon, Syrien, Jemen und Libyen. Das Budget für humanitäre Hilfe überschreitet heuer damit erstmals die Marke von 100 Millionen Euro.

red/Agenturen

Insgesamt wurden 45,96 Millionen Euro aus dem AKF bereitgestellt, gab Außenminister Alexander Schallenberg nach dem heutigen Ministerrat bekannt. Das sei die größte Auszahlung aus dem AKF aller Zeiten und fließe nun dorthin, wo es gebraucht werde, so Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) in einer Aussendung am Mittwoch. Einerseits in die Ukraine, andererseits in den Libanon, nach Syrien, dem Jemen und Libyen, wo das Welternährungsprogramm (WFP) aufgrund von Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel und das Ausbleiben von Getreideexporten aus Russland und der Ukraine mit einem drastisch steigenden Mehrbedarf rechnet.

Mit zumindest 15 Millionen Euro der heute beschlossenen Mittel für die Ukraine sollen Projekte zur Linderung der humanitären Not insbesondere von Frauen und Kindern finanziert werden. Mindestens 5 Millionen Euro sollen Organisationen für ihre Arbeit in der von den Flüchtlingsströmen aus der Ukraine besonders betroffenen Republik Moldau zur Verfügung gestellt werden.