Schweiz

Nationaler Vertrag zur Qualitätssicherung von Spitälern vereinbart

Künftig sollen sich Spitäler und Kliniken in der Schweiz an national einheitliche Qualitätsmaßstäbe halten. Dazu haben der Spitalverband H+ und Dachverbände der Krankenkassen einen Qualitätsvertrag unterschrieben und beim Bundesrat eingereicht.

red/Agenturen

Die Qualität und Patientensicherheit in Schweizer Spitälern und Kliniken soll durch den Vertrag künftig verbindlich, einheitlich und transparent sein. Der Spitalverband H+ und die Krankenkassen-Dachverbände Santésuisse und Curafutura unterzeichneten dazu einen gemeinsamen Vertrag. Es sei der erste solche Vertrag, teilten die Verbände am Freitag mit. Am Vertrag war auch die Medizinaltarif-Kommission UVG beteiligt.

Genehmigt der Bundesrat den Vertrag, müssen Spitäler und Kliniken künftig Massnahmen zur Qualitätssicherung umsetzen, die von den Vertragspartnern festgesetzt wurden. Auch müssen sie sicherstellen, dass sie kontinuierlich an Verbesserungen arbeiten. Eine unabhängige Prüfstelle werde die Entwicklung stichprobenartig überprüfen, teilten die Vertragspartner am Freitag mit. Das Krankenversicherungsgesetz fordere den Abschluss von nationalen Verträgen über die Qualitätsentwicklung zwischen Verbänden der Leistungserbringer und der Krankenversicherer.

Der Vertrag berücksichtige bereits bestehende Strukturen und solle es ermöglichen, künftige Qualitätsinitiativen einfacher zu integrieren. Dazu würden die Vertragspartner etwa mit dem nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken zusammenarbeiten.

Kantone sind keine Vertragspartner

Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) begrüsst, dass die Tarifpartner die Qualitätsverbesserung mit entsprechenden Massnahmen ergänzen, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Was dies für Gesundheitseinrichtungen konkret für Folgen haben werde, hänge von den spezifischen Vertragsinhalten und daraus abgeleiteten Massnahmen ab. Da die Kantone nicht Vertragspartner seien, könnten sie sich nicht zu den Maßnahmen äussern.