Kinder- und Jugendpsychiatrie

Steirische KAGes startet Zubau in Graz

Für die Betreuung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen wird es in der Steiermark ab Herbst 2023 mehr Spitalsbetten und ambulante Betreuungsplätze geben. Am Montag wurde in Graz am LKH II Standort Süd der Spatenstich für die bauliche Erweiterung gesetzt. Durch den Zubau kommt Raum für 20 stationäre Betten und fünf ambulante Betreuungsmöglichkeiten hinzu. Laut der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes werden mehr als elf Millionen Euro investiert.

red/Agenturen

Mit dem zusätzlichen und modernisierten Raumangebot reagiere man auf die gestiegenen Anforderungen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie „zukunftsweisend und bedarfsgerecht“, wie die beiden KAGes-Vorstände Gerhard Stark und Ernst Fartek in einer Aussendung am Montag festhielten. Sie verwiesen auf eine Publikation des Gesundheitsministeriums, wonach in Österreich mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen mit depressiven Symptomen kämpfen. Sechs von zehn hätten Essstörungen und sogar jeder Zweite leide unter Schlafstörungen. Bei 16 Prozent würden sich wiederholt Suizidgedanken einstellen und die Pandemie mit dem Verlust der normalen Alltagsrituale habe diese Situation noch verschärft.

In der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Graz werden Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr behandelt. Bisher gibt es am Standort Süd rund 30 stationäre Betten und acht Plätze in der Tagesklinik. Die neue räumliche Lösung beinhaltet Ein- und Zweibettzimmer mit Tagräumen. Die Inbetriebnahme der Erweiterung mit einer Bruttogeschoßfläche von rund 3.400 Quadratmetern ist für Oktober 2023 geplant.

 

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