Entlassungen

Entlassungen nach mutmaßlichen Malversationen in NÖ Landeskliniken

Für Wirbel sorgen mutmaßliche Malversationen in niederösterreichischen Landeskliniken. Ein Küchenchef soll laut „Heute“ Lebensmittel über ein Spital für seine Cateringfirma bestellt sowie frische Produkte abgezweigt und dafür alte, noch genießbare Lebensmittel verkocht haben. Ein Mitarbeiter soll ihm Ware nach Hause geliefert haben. Zwei Beschäftigte wurden laut Landesgesundheitsagentur (LGA) entlassen, eine Anzeige werde geprüft. Die FPÖ verlangte am Mittwoch Aufklärung.

red/Agenturen

Die Machenschaften sollen laut „Heute“ mehr als zwei Jahre lang gedauert haben, drei Kliniken sollen betroffen sein. Der Schaden soll der Gratiszeitung zufolge im sechsstelligen Bereich liegen. Von der LGA hieß es auf Anfrage, man habe „sofort nach Kenntnis möglicher Unregelmäßigkeiten alle notwendigen Schritte eingeleitet“: „Nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, wurden umgehend dienstrechtliche Maßnahmen gesetzt und Entlassungen ausgesprochen. Bis dato laufen die internen Erhebungen noch - wenn sich die Indizien verdichten, werden wir bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten.“

Der Betroffene hatte laut LGA seinem Arbeitgeber keine erwerbsmäßige Nebenbeschäftigung gemeldet. Aufgrund der vorliegenden Informationen „verdichten sich die Indizien, dass es zu Manipulation von Dienstplänen gekommen ist“, teilte die LGA weiter mit - der Grund dafür müsse noch geklärt werden. Laut einem Bericht der Lebensmittelkontrolle des Landes von Oktober 2021 sei es „zu keiner Beanstandung bezüglich des Zustandes der Lebensmittel gekommen ist“, hieß es.

FPÖ-Landespartei- und -klubobmann Udo Landbauer forderte in einer Aussendung „lückenlose Aufklärung“. Der Freiheitliche brachte eine Anfrage an LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) ein und verlangte Konsequenzen für den zuständigen Vorstand für Personal, Konrad Kogler.