Affenpocken

Briten planen drei Wochen Quarantäne bei Kontakt

Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA empfiehlt für enge Kontaktpersonen von Affenpocken-Infizierten eine dreiwöchige Quarantäne. Als hochwahrscheinlich infiziert gelte, wer entweder im selben Haushalt mit einer erkrankten Person lebe, mit einer solchen Geschlechtsverkehr gehabt oder deren Bettwäsche ohne Schutzkleidung gewechselt habe, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

red/Agenturen

Diese Gruppe soll demnach neben der Empfehlung zur Quarantäne auch eine schützende Pockenimpfung erhalten. Vermieden werden solle insbesondere der Kontakt mit Schwangeren, Kindern unter zwölf Jahren sowie Menschen mit unterdrücktem Immunsystem, hieß es weiter.

In Österreich wird derzeit das Kontaktpersonenmanagement ausgearbeitet, hieß es am Montag im Gesundheitsministerium. Dieses werde zeitnah entweder noch am Montag oder in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Vakzin der dritten Generation

In Großbritannien wurden bisher rund zwei Dutzend Fälle von Affenpocken festgestellt. Es sei wahrscheinlich, dass täglich neue hinzukämen, hatte UKHSA-Chefin Susan Hopkins am Wochenende gesagt. Noch am Montag sollten neue Zahlen veröffentlicht werden.

Eine großflächige Impfkampagne werde es nicht geben, sagte Hopkins weiter. Für die laufenden Impfungen werde ein Vakzin der „dritten Generation“ gegen die als ausgestorben geltende Pockenkrankheit beim Menschen verwendet. Experten gehen davon aus, dass Pockenimpfstoffe auch gegen die Affenpocken gut schützen. „Wir verwenden das bei Personen, die ein hohes Risiko habe, Symptome zu entwickeln und wir verwenden es früh, besonders innerhalb von vier oder fünf Tagen (...)“, so die Behördenchefin. Das verringere das Risiko einer Erkrankung.