Fall am Flughafen Bangkok

In Thailand werden zwölf Menschen medizinisch beobachtet, nachdem sie in Kontakt mit einem Affenpocken-Patienten gekommen sind. Bei dem bestätigten Fall handelte es sich um einen Passagier, der von Europa auf der Durchreise nach Australien war und sich zwei Stunden auf dem Flughafen von Bangkok aufgehalten hatte, wie Chakkrarat Pitthaya, Direktor der Epidemiologie-Abteilung der Behörde für Seuchenkontrolle, bestätigte.

red/Agenturen

Der Mann habe zu diesem Zeitpunkt noch keine Symptome gehabt und diese erst später in Australien entwickelt, wo die Infektion dann bestätigt worden sei, hieß es. Alle zwölf Kontakte seien bisher asymptomatisch. Es handelte sich um Passagiere und Flugbegleiter. Insgesamt sollen sie 21 Tage medizinisch beobachtet werden. Jedoch sei das Risiko, dass sie sich angesteckt hätten gering, so Pitthaya.

Infektionen mit dem Virus werden mittlerweile aus immer mehr Ländern gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief zu einer Nachverfolgung aller Kontakte der Betroffenen auf. Die Virus-Erkrankung verursacht nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) meist nur milde Symptome, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. Ansteckend seien nur symptomatisch Erkrankte bei engem Kontakt.

Gut 70 neue Fälle von Affenpocken in England

In England sind 71 weitere Fälle von Affenpocken nachgewiesen worden. Damit steigt die Zahl der bislang in ganz Großbritannien bestätigten Fälle auf 179, wie die britische Gesundheitsbehörde am Montagabend mitteilte. Menschen sollten weiterhin auf neue Flecken, Blasen oder Geschwüren achten und im Zweifelsfall ihre Kontakte einschränken, hieß es von einer Gesundheitsexpertin der Behörde.

Kontaktpersonen von Infizierten werden in Großbritannien kontaktiert. Menschen mit besonders hohem Risiko wird empfohlen, sich für bis zu drei Wochen zu isolieren.

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