Seenot

Ärzte ohne Grenzen rettet 90 Migrant:innen im Mittelmeer

Ärzte ohne Grenzen hat im zentralen Mittelmeer 90 in Seenot geratene Bootsmigranten gerettet. Die freiwilligen Helfer der „Geo Barents“ holten bei einer ersten Rettung rund 40 Menschen in der maltesischen Such- und Rettungszone an Bord, nachdem sie zuvor über deren Seenotfall informiert wurden, wie die Organisation am Donnerstag auf Twitter mitteilte. Später berichtete die Hilfsorganisation von zwei weiteren Rettungen, wo sich dann insgesamt 90 Menschen an Bord befanden.

red/Agenturen

Unter ihnen sind demnach fast 30 Minderjährige. Vor rund einer Woche brachte die „Geo Barents“ mehr als 60 Menschen in die italienische Stadt Tarent (Taranto). Die Behörden wiesen dem Schiff damit anders als sonst einen Hafen in Apulien auf dem Festland statt auf der Insel Sizilien zu.

In Italien streitet die Politik seit langem über die Einsätze der privaten Hilfsorganisationen. Rechte Politiker wie Matteo Salvini behaupten, die NGOs würden mit Schleppern kooperieren. Die Migranten legen in der Regel von den Küsten Nordafrikas ab und wollen mit den oft seeuntauglichen Booten die EU erreichen, weil sie dort auf ein besseres Leben hoffen.