Medikamentenfälschung

Erektionshelfer unangefochten auf Platz eins

Der illegale Onlinehandel mit Arzneien boomt nach wie vor. In einer Aktionswoche hat der Schweizer Zoll 948 Sendungen abgefangen. Zwei Drittel davon enthielten Mittel zur Erektionsförderung. Diese beherrschen den illegalen Online-Medikamentenmarkt seit Jahren.

red/Agenturen

Die von Interpol koordinierte Aktion lief vom 23. bis zum 30 Juni. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) kontrollierte die Sendungen. Die Aktionstage fanden zum 15. Mal statt. Insgesamt beteiligten sich 94 Länder daran. Die Fahnder zogen dabei drei Millionen Einheiten gefälschter Arzneimittel aus dem Verkehr. In Österreich wurden 2020 rund 350.000 gefälschte Medikamente beschlagnahmt, Corona trieb diese Zahlen nochmals in die Höhe.

Auffallend viele Sendungen von Viagra und anderen zugelassenen Erektionsförderern stammten aus Hongkong. Auf den weiteren Plätzen lagen Polen und Indien. Am meisten gefälschten Medikamente produziert Asien, die nachgeahmten Potenzmittel stammen meistens aus Indien.

Viagra
Viagra und co. gehören zu den am meistgefälschten Medikamenten überhaupt.
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