Coronavirus

Immer noch mehr Todesfälle in der EU als vor der Pandemie

In der dritten Corona-Welle zu Jahresbeginn hat es in der Europäischen Union weiter mehr Todesfälle gegeben als in normalen Jahren. Die sogenannte Übersterblichkeit lag im Jänner 2021 bei 16 Prozent, im Februar bei fünf Prozent und im März bei neun Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Verglichen wurde mit der durchschnittlichen Zahl von Todesfällen in den Jahren 2016 bis 2019.  

red/Agenturen

In der EU ergibt sich für die ersten drei Monate des Jahres ein sehr unterschiedliches Bild. Im März verzeichnete die Tschechische Republik mit rund 16.000 Toten die höchste Zahl an Todesfällen in einem Monat seit 1947 - rund 63 Prozent mehr als zu erwarten gewesen wäre. Dänemark hingegen meldete 12,2 Prozent weniger Todesfälle als in einem normalen Jahr - trotz Corona. Die Zahlen geben keine Auskunft über die Todesursache, aber sie geben laut Eurostat Einblick, wie viele Menschen während einer Krise mehr gestorben sind.

Ende 2020 hatte die Behörde einen drastischen Anstieg der Todesfälle registriert: Im November dokumentierte Eurostat einen Sprung von 40,6 Prozent im Vergleich zu den durchschnittlichen Todesfällen in dem Monat der Jahre 2016 bis 2019. Im Dezember waren es 30 Prozent.