Corona-Pandemie

Schweiz streicht Oberösterreich und Salzburg von Quarantäneliste

Die Schweiz hat mit Oberösterreich und Salzburg die letzten beiden österreichischen Bundesländer von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Ab Donnerstag können damit Einreisende aus dem gesamten Bundesgebiet auflagenfrei in das Nachbarland einreisen, wie das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf seiner Homepage mitteilte. Die bisher für Oberösterreich und Salzburg geltende Quarantänepflicht entfällt.

 

red/Agenturen

Nur Einreisende, die per Flugzeug in der Schweiz einreisen, müssen einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen. Für Einreisen aus Österreich per Bahn, Schiff, Pkw, Fahrrad oder zu Fuß gilt weder eine Test- noch eine Quarantänepflicht. Österreich hat umgekehrt am Mittwoch die Quarantänepflicht für Einreisende aus der Schweiz aufgehoben, Voraussetzung ist aber der Nachweis über einen negativen Corontest, eine Impfung oder überstandene Corona-Infektion.

Siebentage-Durchschnitt deutlich gesunken

In den drei vergangenen Wochen waren die dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldeten Fällen täglich zurückgegangen. Am Mittwoch registrierte das BAG ein Prozent mehr Meldungen als vor einer Woche, als 1.539 Neuansteckungen gemeldet worden waren. Der 7-Tages-Schnitt aber sank im Wochenvergleich nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA weiter um fast einen Viertel.

Gleichzeitig registrierte das BAG am Mittwoch 3 neue Todesfälle und 32 Spitaleinweisungen. Letztere gehen seit Ostern kontinuierlich zurück. Damals mussten pro Tag durchschnittlich rund 70 Personen wegen einer Erkrankung mit dem Coronavirus ins Spital eingewiesen werden. Vergangene Woche waren es noch knapp 30.

Auch die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sinkt stetig: Nach durchschnittlich 10 pro Tag in der Woche vor Ostern auf noch 4 pro Tag in der vergangenen Woche.

Auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 195,37 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,84.

Die sinkenden Fallzahlen haben nun auch erste positive Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler. Ab Pfingsten müssen in der Sekundarstufe 1 im Kanton Zug keine Masken mehr getragen werden.

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