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Corona-Pandemie

Stark sinkende Corona-Zahlen in Europa

Die registrierten Corona-Neuinfektionen in der Europäischen Union sind seit Mitte April um 39 Prozent zurückgegangen. Die Zahl nannte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Donnerstag nach einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Auch seien inzwischen 40 Prozent der Erwachsenen zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft, 17 Prozent hätten den vollen Impfschutz. Jede Woche erhielten 20 Millionen Europäer die Spritze.

red/Agenturen

„Wir können jetzt mit mehr Zuversicht nach vorne blicken und mit vorsichtigem Optimismus auf den Sommer schauen“, sagte Kyriakides. Trotzdem müsse man dem Virus einen Schritt voraus bleiben, vor allem mit Blick auf die Ausbreitung von Varianten. Dazu diene die Beschaffung weiterer Impfstoffe für Auffrischungen.

Auch müssten Mutationen konsequent entdeckt werden, forderte die Kommissarin. Derzeit erreichten nur 12 der 27 Staaten das Ziel, mindestens zehn Prozent der Corona-Proben mit Genomsequenzierung genauer zu überprüfen. Darüber hinaus gehe es um schnelle Anpassung von Impfstoffen, falls dies nötig werde, und um die Zulassung von mindestens drei wirksamen Therapien gegen Covid-19 bis Oktober.

Schweden mit höchster Neuinfektionszahl in der EU

Schweden hat im europäischen Corona-Vergleich die Spitze bei den Neuinfektionszahlen übernommen. Wie aus den am Donnerstag aktualisierten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, kam das skandinavische Land mit seinem viel beachteten Sonderweg im jüngsten Vergleichszeitraum auf eine 14-Tages-Inzidenz von 577 pro 100.000 Einwohner. Mehr als dreimal so hoch wie in Österreich, da lag der Wert bei rund 166. Bei der Zahl der Todesfälle steht Schweden jedoch besser da.

Von den Indzidenz her ist 577 jedoch der höchste Wert aller Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, zu dem neben den 27 EU-Staaten auch Norwegen, Island und Liechtenstein gehören. Knapp dahinter folgen Litauen (563), Zypern (522) und die Niederlande (483). Deutschland liegt in der Auflistung mit einem Wert von knapp 208 im Mittelfeld, Österreich steht mit rund 166 besser da, ähnliche Werte gibt es auch in Ungarn (148) und Tschechien (173). Südlich von Österreich zeigt sich Lage ambivalent, so beträgt der Wert für Kroatien 369, während Italien 192 Fälle pro 100.000 Einwohnern im 14-Tages-Vergleich aufweist. Die geringsten Zahlen haben demnach die Inselstaaten Island (18) und Malta (25) sowie Portugal (48) und Finnland (53).

Trotz der hohen Inzidenz ist die Zahl der mit den Corona-Infektionen in Verbindung stehenden Todesfälle in Schweden im EWR-Vergleich mit 12 pro 1.000.000 Einwohner relativ niedrig. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet beträgt sie nur etwa ein Drittel des deutschen Wertes (35), in Österreich liegt dieser bei 25. Ungarn ist hier negativer Spitzenreiter mit rund 134.

Covid-19 im April nur noch neunthäufigste Todesursache in England

Auch wegen einer erfolgreichen Impfkampagne ist die Zahl der Corona-Toten in England zurückgegangen - das schlägt sich nun in den Statistiken nieder. Mit einem Anteil von 2,4 Prozent (941 Fälle) sei Covid-19 im April noch die neunthäufigste Todesursache im größten britischen Landesteil gewesen, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag mit. Von November 2020 bis Februar 2021 hingegen waren die meisten Menschen an Covid-19 gestorben, im März war die Krankheit noch die dritthäufigste Todesursache.

Insgesamt starben im April in England laut ONS 38 899 Menschen, das waren 6,1 Prozent weniger als in dem Monat im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Es war zugleich der erste Monat mit unterdurchschnittlichen Todeszahlen in England seit August 2020. Die häufigste Todesursache im April waren Herzkrankheiten - mehr als jeder Zehnte (10,7 Prozent) starb deswegen.

 

 

 

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