Spitzen-Know-how

Ärztekammer Burgenland begrüßt Neuerung bei KRAGES

Die burgenländische Ärztekammer begrüßt die Installierung eines medizinischen Geschäftsführers in der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH), die am gestrigen Mittwoch bekannt gegeben wurde. Damit werde die langjährige Forderung, ärztliches Know-how in der höchsten Führungsebene zu etablieren, erfüllt, stellte der neue Kammerpräsident Christian Toth in einer Aussendung am Donnerstag fest.

red/Agenturen

Positiv gewertet werde auch, dass akuter Handlungsbedarf zur Attraktivierung der Bedingungen besteht, man werde hier das Land mit Expertise unterstützen. „Den Worten müssen jetzt aber auch Taten folgen“, forderte Toth. Die Gehälter seien nicht mehr wettbewerbsfähig.

Die Ärztekammer habe wiederholt vor Ärzt:innenmangel im Burgenland gewarnt, sowohl in den Spitälern als auch bei den Kassenärzt:innen seien etliche Stellen unbesetzt. Er kritisierte in diesem Zusammenhang auch, dass beim allgemeinmedizinischen Bereitschaftsdienst nicht mit der Kammer gesprochen werde: „Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wir haben ein Konzept, das die wohnortnahe Versorgung durch den Hausarzt oder die Hausärztin garantiert, und sind diesbezüglich weiterhin gesprächsbereit.“

Kritik kam auch von der ÖVP. Klubobmann Markus Ulram monierte in einer Aussendung, dass nun ein zweiter Geschäftsführer „wieder einmal“ ohne Ausschreibung eingesetzt werde: „Das wird aber keinem burgenländischen Patienten vor Ort helfen.“