Coronavirus

Alle Krebsoperationen im Ordensklinikum Linz durchgeführt

Trotz Covid-19 wurden im ersten Pandemie-Jahr im Ordensklinikum Linz alle Krebsoperationen durchgeführt und Strahlentherapien auch bei positiv getesteten Patientinnen und Patienten weitergeführt. Ebenso habe die Zahl von Personen mit der Neudiagnose Krebs 2020 nicht abgenommen, zog der Leiter des Tumorzentrums OÖ Ansgar Weltermann am Freitag eine Zwischenbilanz.

red/Agenturen

2019 seien in „Oberösterreichs Onkologischem Leitspital“ 3.080 Personen mit der Erstdiagnose Krebs behandelt worden, ein Jahr später waren es 3.272, hieß es in den Unterlagen zur Pressekonferenz. „Die Sorge, dass sich wegen Corona weniger Patientinnen und Patienten ins Spital zur Abklärung einer Krebserkrankung überweisen lassen, hat sich - nach einem anfänglichen Rückgang der Zahlen in den Monaten April bis Juni - Gott sei Dank nicht bestätigt", sprach Weltermann für das Ordensklinikum. Beim Brustkrebs sei es dadurch zwar bei 7,5 Prozent der Betroffenen zu einer verzögerten Diagnose gekommen. Jedoch habe bei den meisten erkrankten Frauen eine Verzögerung der Mammografie um zwei bis drei Monate nur „einen geringen Einfluss auf die Heilungschance“.

Generell hielt Weltermann fest, dass die niedergelassenen Ärzte trotz der Mehrbelastung durch die Pandemie „ihre Aufgabe nicht vernachlässigt haben", eine mögliche Krebserkrankung zu diagnostizieren und zur weiterführenden Abklärung ins Spital zu überweisen. So wurden 2020 im Ordensklinikum Linz 1.551 Eingriffe nach Neudiagnosen vorgenommen, 2019 waren es 1.452 Krebsoperationen. Die Wartezeiten für einen Eingriff seien im Grunde genommen unverändert geblieben. Je nach Krebsart schwanken sie zwischen unter einer bis zu mehr als sechs Wochen. 40 Prozent warten zwei bis vier Wochen auf einen Termin.

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