Frauen immer häufiger von Lungen- und Bronchialkrebs betroffen

Immer mehr Frauen sterben in Deutschland an den Folgen von Tabakkonsum: Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, stieg der Anteil der an Lungen- und Bronchialkrebs verstorbenen Frauen an der Gesamtbevölkerung in den vergangenen 20 Jahren um 73 Prozent. Starben im Jahr 2000 im Schnitt 23 Frauen je 100.000 Einwohner an einer der Krankheiten, waren es im Jahr 2020 bereits fast 40 Frauen.

red/Agenturen

Insgesamt starben im Jahr 2020 rund 75.500 Menschen an den Folgen einer für Raucher:innen typischen Krankheit. Rund 46.000 der Patient:innen verstarben an Krebserkrankungen, knapp 30.000 Menschen litten an einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).

Zwar waren Männer noch immer häufiger von den tödlichen Folgen des Tabakkonsums betroffen, beim Krankheitsbild Lungen und Bronchialkrebs war im Gegenteil zur weiblichen Bevölkerung in den vergangenen 20 Jahren jedoch ein Rückgang zu verzeichnen. Starben im Jahr 2000 noch 73 Männer pro 100.000 Einwohner an einer der Krankheiten, waren es im Jahr 2020 noch knapp 68.

Insgesamt wurden im Jahr 2020 deutlich mehr Menschen wegen raucherspezifischen Krankheiten in einem Krankenhaus behandelt als 20 Jahre zuvor: Die Zahl der entsprechenden Patient:innen steig laut dem Statistischen Bundesamt um 19 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 wurde hingegen ein Rückgang um 18 Prozent verzeichnet - Grund sei die Corona-Pandemie, die im Jahr 2020 dazu geführt hatte, dass planbare Operationen und Behandlungen verschoben wurden.

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Während es einen leichten Rückgang bei der männlichen Bevölkerung gab, sterben immer mehr Frauen an den Folgen des Tabakkonsums.
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