Italien setzt auf Apotheker bei Suche nach Impfmuffeln

Bei der Suche nach Impfmuffeln, die trotz voranschreitender Kampagne noch nicht immunisiert sind, setzt Italien auf Apotheker. Die Regierung forderte diese auf, ungeimpfte Italiener im Alter von über 60 Jahren zu identifizieren und sich um ihre Anmeldung zur Impfung zu kümmern. Viele Apotheken können selber den Impfstoff verabreichen.

red/Agenturen

Apotheker sollen Ältere, die bei ihnen Medikamente kaufen, fragen, ob sie bereits geimpft wurde. Senioren, die noch nicht immunisiert wurden, sollen bei der Anmeldung unterstützt werden. Fünf Millionen Italiener im Alter von über 60 Jahren haben noch keine einzige Dosis erhalten und man hat bereits mit der Immunisierung der jüngeren Altersgruppen über 40 Jahre begonnen.

Seit Mai können Menschen in Italien auch in den Apotheken geimpft werden. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza mit dem Pharmazeutenverband und den Regionen. In den Apotheken dürfen lediglich Personen geimpft werden, die keine gesundheitlichen Probleme haben. Für jede gespritzte Dosis bekommen die Pharmazeuten sechs Euro, so das Abkommen.

In Italien beteiligen sich Apotheken schon lange am Testen. Online können dort Termine etwa für Corona-Schnelltests vereinbart werden, die dann oft in einem Zelt oder Container vor der Apotheke erfolgen.