Land Kärnten zahlt Pflegekräften in Ausbildung 450 Euro monatlich

Das Land Kärnten zahlt Pflegekräften in Ausbildung ab Herbst dieses Jahres monatlich 450 Euro, zudem muss kein Schulgeld mehr bezahlt werden. Damit soll der Bedarf an Pflegepersonal mittelfristig gedeckt werden, betonten Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ) am Freitag bei einem Pressegespräch. „Wir haben dafür ein Ausbildungspaket geschnürt, dass es in dieser Form noch nie gegeben hat“, sagte Kaiser.

red/Agenturen

Prettner sprach von einem „sehr schönen Tag", an dem ein weiterer Meilenstein in der Sozial- und Gesundheitspolitik gesetzt werde. „Würdiges Altwerden, aber auch das würdige Arbeiten für die ältere Generation ist uns ein großes Anliegen", betonte die Politikerin. Von der Neuerung betroffen sind alle drei Ausbildungsformen, nämlich Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz, und diplomiertes Pflegepersonal an der Fachhochschule, die Ausbildung dauert ein bis drei Jahre. Der Bezug der Prämie soll auch ein Anreiz dafür sein, die Absolventen für eine Beschäftigung in Kärnten zu halten. Zudem werde das Land das Schulgeld bzw. den Kursbeitrag für Schülerinnen und Schüler in den Caritas- und Diakonieschulen sowie an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege (GuK) übernehmen. Die Kosten für das Land betragen in diesem Bereich knapp 400.000 Euro im Jahr.

Die Neuregelung gilt auch für Menschen, die bereits mit ihrer Ausbildung begonnen haben, auch sie haben ab Herbst Anspruch auf die 450 Euro im Monat. Rückwirkend wird sie aber nicht ausgezahlt. Eine der Voraussetzungen ist, dass die Ausbildung in Kärnten absolviert wird, zudem muss man nach Ende der Ausbildung zumindest so lange in einer Kärntner Einrichtung arbeiten, wie die Ausbildung gedauert hat. Ansonsten müsste die Prämie zurückgezahlt werden. Die Kosten für das Land betragen dieses Jahr 1,8 Millionen Euro, in der Folge liegen sie bei 5,3 Millionen Euro jährlich. Man hoffe aber auf eine zumindest teilweise Refundierung durch den Bund, so Prettner.