Coronakrise

Lehrer in Vorarlberg wegen Corona-Verstößen entlassen

In Vorarlberg hat erneut ein Lehrer seine Stelle verloren, weil er die Corona-Maßnahmen nicht mittragen wollte. Der HAK-Lehrer verweigerte Tests und das Maskentragen. Nachdem Gespräche über die Dienstpflichten nicht gefruchtet hätten, habe man letztlich nichts anderes mehr tun können, als die Entlassung auszusprechen, bestätigte Elisabeth Mettauer-Stubler, Sprecherin der Bildungsdirektion.

red/Agenturen

Es handelt sich in Vorarlberg um die dritte Lehrperson, die aufgrund eines Boykotts der Corona-Maßnahmen entlassen wurde. Bereits im März mussten zwei Pädagogen ihre Stelle aufgeben, von weiteren ähnlichen Fällen sei ihr derzeit nichts bekannt, so Mettauer-Stubler. Als der HAK-Lehrer Maske und Tests verweigerte, erlaubte ihm der Direktor der Schule laut dem Zeitungsbericht zunächst Fernunterricht. Die Bildungsdirektion ordnete jedoch im April seine Rückkehr in die Schule an, was der Direktor so auch umsetzte. Als Grund für seine Verweigerung habe der Lehrer gesundheitliche Probleme genannt. Er habe nach einem Corona-Test unter anderem wochenlang Kopfschmerzen gehabt.

Unter den Vorarlberger Schülern sinkt der Anteil der Testverweigerer weiter. Vergangene Woche waren es laut Bildungsdirektion 0,8 Prozent, was rund 380 von 49.000 Kindern und Jugendlichen entsprach. Zehn Wochen davor lag der Anteil noch bei 2,2 Prozent. In der vergangenen Woche wurden in Vorarlberg 90.000 Tests bei Schulkindern und 12.000 Tests an Pädagogen durchgeführt, 23 der Ergebnisse waren positiv.