Zehn Corona-Patienten sterben bei Brand in rumänischem Krankenhaus

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im Nordosten Rumäniens sind zehn Covid-19-Patienten ums Leben gekommen. Das Feuer sei am Samstagabend auf der Intensivstation der Klinik in Piatra Neamt ausgebrochen, sagte Krankenhaussprecherin Irina Popa. Sieben Menschen seien bei dem Brand schwer verletzt worden. Der diensthabende Arzt, der den an Beatmungsgeräten angeschlossenen Patienten helfen wollte, erlitt nach Angaben der Rettungskräfte Verbrennungen zweiten und dritten Grades.

red/Agenturen

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zur Brandursache ein. Das Gesundheitsministerium nannte einen Kurzschluss als möglichen Auslöser. Die örtlichen Behörden richteten einen Krisenstab ein, Gesundheitsminister Nelu Tataru wurde zu einem Besuch in dem Krankenhaus erwartet.

Rumänien hatte die erste Corona-Welle vergleichsweise glimpflich überstanden. In den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Neuinfektionen und der Corona-Patienten in den Krankenhäusern aber stetig an.

Am Samstag meldeten die rumänischen Behörden 129 neue Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden. Insgesamt starben bislang mehr als 8800 Infizierte in Rumänien, das zu den ärmsten Ländern in der EU zählt. Das marode Gesundheitssystem des Landes könnte bei einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen schnell an seine Grenzen stoßen.

 
© medinlive | 18.05.2021 | Link: https://app.medinlive.at/gesundheitspolitik/zehn-corona-patienten-sterben-bei-brand-rumaenischem-krankenhaus