Wissenschaft

Coronavirus

12.700 neue Fälle und aktuell 1.490 Covid-Spitalspatienten

Am Donnerstag sind österreichweit 12.695 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das liegt über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 10.462 Fällen, geht aus dem AGES-Update von Freitag hervor. In den Spitälern lagen am Freitagvormittag 1.490 Personen, 26 mehr als am Vortag mit 456 deutlich mehr als vor einer Woche. 69 Betroffene werden intensiv betreut, acht mehr als vergangenen Freitag. Covid-Todesfall kam kein weiterer zu den bisher 20.743 Opfern hinzu.

Wissenschaftsgipfel

Globale Partnerschaften und "grüne" Medizin für Pandemievorsorge

Anlässlich der 77. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York wurde in einer Veranstaltung des Science Summit das Plant Molecular Farming vorgestellt. Die Nutzung von Pflanzen zur Herstellung wichtiger pharmazeutischer Proteine gilt als vielversprechende und zuverlässige Option für eine bessere zukünftige Pandemievorsorge.

Schmerzmittel Schmerzen Einnahme
Studie

Wer weniger Schmerz fühlt, ist auch weniger hilfsbereit

Eine experimentelle Studie mit Placebo-Schmerzmitteln von Forschern der Universität Wien deutet darauf hin, dass die Hilfsbereitschaft von Menschen geringer wird, wenn diese vermeintlich unter Schmerzmitteln stehen. Damit sei erstmals ein Zusammenhang zwischen Schmerzempfinden und Hilfsbereitschaft nachgewiesen worden, heißt es in der Studie, die am Mittwoch im Fachblatt „Psychological Science“ erscheint. Das Ergebnis illustriere auch die sozialen Kosten von Schmerzmitteln.

Coronavirus

Hinweise auf Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Impfung

Forschende haben Hinweise darauf gefunden, was die Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfungen sein könnte. Eine solche Nebenwirkung ist äußert selten und heilt meist problemlos, trat aber dennoch statistisch gehäuft bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern nach Immunisierungen mit mRNA-Impfstoffen auf.

Zecke Holzbock Blatt
Studie

Speichel von Zecken hemmt Abwehrfunktion der Haut

Warum Zecken besonders gefährliche Krankheitsüberträger sind, war in der Wissenschaft bisher unklar. Ein Forschungsteam um Johanna Strobl und Georg Stary von der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien zeigt, dass der Speichel von Zecken die Abwehrfunktion der Haut hemmt und das Risiko für Erkrankungen wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Lyme-Borreliose erhöht. Die Studie wurde aktuell im Journal of Clinical Investigation publiziert.

Fortschritt mit neuem Alzheimer-Medikament: Biogen plant Zulassung

Der US-Konzern Biogen und sein japanischer Forschungspartner Eisai Co haben mit Spannung erwartete Daten aus einer Studie mit dem neuen Alzheimer-Medikament Lecanemab veröffentlicht. Das Medikament könne das Fortschreiten der Krankheit deutlich verlangsamen, teilten die beiden Unternehmen in der Nacht auf Mittwoch mit. Das Mittel habe das Tempo des geistigen Abbaus bei Menschen mit Demenz innerhalb eines Zeitraumes von 18 Monaten um 27 Prozent verringert, hieß es weiter.

Sprache_Typo

Eingeschränkter Informationsfluss macht Menschen vorhersagbarer

Verbale Kommunikation erleichtert die zwischenmenschliche Abstimmung enorm. In einer Experiment-Reihe zeigen nun aber Forscher der Central European University (CEU) in Wien, dass zwei Personen, die nur extrem eingeschränkt kommunizieren können, sich auch über möglichst vorhersagbares Verhalten ein Stück weit koordinieren. Kommt aber die Sprache ins Spiel, ist die andere Strategie schnell obsolet.

Hirn Blitz Epilepsie

Riskanter Kinderwunsch bei Epilepsie? - Ärztin will Mut machen

Als ihr früherer Neurologe sie auf mögliche Hürden bei einem Kinderwunsch ansprach, kam das für Jule Reuter (Name geändert) völlig unerwartet. „Ich war damals 20. Das Thema Nachwuchs war gedanklich noch in sehr weiter Ferne. Bis dahin war ich nicht auf die Idee gekommen, dass mir meine Epilepsie im Weg stehen könnte“, sagt die heute 38-Jährige aus der Nähe von Berlin. Tatsächlich gilt die Erkrankung an sich dabei nicht als das größte Problem.

Wifo

Teuerung: Weiter Ringen um höheres Uni-Budget

Ein Uni-Studium rentiert sich nicht nur für Absolvent:innen, sondern auch für den Staat, wie eine am Dienstag präsentierte Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo erneut gezeigt hat. Durch die aktuelle Teuerung sieht Sabine Seidler, Chefin der Universitätenkonferenz (uniko), die Unis aber in Gefahr: 1,2 Mrd Euro fehlten für die Jahre 2022 bis 2024. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) will sich in den Verhandlungen mit dem Finanzministerium für die Unis „stark machen“.

Josephinum
Renovierung

Von der Wachsvenus zur bionischen Hand: Josephinum wiedereröffnet

Nach knapp vierjähriger Renovierung ist das Josephinum, das medizinhistorische Museum der Medizin-Uni Wien, ab Donnerstag wieder für das Publikum zugänglich. Bausünden der Vergangenheit wurden rückgebaut, originale Wandmalereien freigelegt und der historische Hörsaal wieder hergestellt. Mit neuen Schausälen bietet das Haus einen Streifzug durch die Medizingeschichte mit den berühmten anatomischen Wachsmodellen im Mittelpunkt.

Husten
Coronavirus

Relativ gute Prognose bei Lungenschäden

Lungenschäden infolge einer Covid-19-Erkrankung bilden sich zu einem guten Teil zurück. Die Regeneration des Lungengewebes erreicht aber nach sechs Monaten ein Plateau. Insgesamt sieht die Prognose für die Betroffenen relativ gut aus. Dies sagte am Dienstag die Innsbrucker Pneumologin Judith Löffler-Ragg bei einer Online-Pressekonferenz aus Anlass der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖPG).

Verdauungstrakt

Covid-19 verursacht bei 60 Prozent der Patient:innen auch Darmsymptome

Infektionen mit SARS-CoV-2 greifen hauptsächlich die Lunge an, können aber auch andere Organe wie den Darm schädigen: Bei rund 60 Prozent der Patient:innen wurden Auswirkungen auf den Verdauungstrakt festgestellt. Neue Erkenntnisse dazu von Forschenden der MedUni Wien könnten die Grundlage für weiterentwickelte Behandlungsstrategien bilden. Sie wurden im „International Journal of Molecular Sciences“ publiziert.

Nobelpreis

Nobel-Favoriten: Brustkrebs-Gen, Glücks-Ökonomie, elektronische Haut

Die diesjährige „Nobel-Klasse“ hat der Datenkonzern Clarivate Analytics aus dem Kreis der meistzitierten Forscher gekürt. Diese 20 „Zitations-Kaiser“ aus vier Ländern gelten damit auch als Favoriten für die wissenschaftlichen Nobelpreise 2022. Wer diese Auszeichnung heuer erhält, wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben: Den Auftakt macht am Montag (3.10.) die Medizin, gefolgt von Physik (4.10.), Chemie (5.10.) und den Wirtschaftswissenschaften (10.10.).

Nasenspray
Coronavirus

Corona: Schnupfen statt Stechen mit nasalen Impfstoffen

Coronaviren verbreiten sich bekanntermaßen vor allem durch die Luft und gelangen in der Regel zunächst in Nase, Rachen und Lunge. Nur logisch eigentlich, direkt dort, in den Schleimhäuten, auch mit der Bekämpfung der Erreger zu beginnen und eine Infektion bestenfalls ganz zu vermeiden. Tatsächlich arbeiten Forscher schon lange an Schleimhaut-Impfstoffen. Diese sollen direkt in die Nase verabreicht beziehungsweise inhaliert werden.

EKG

Herzerkrankungen: Prävention bei Krebspatient:innen besonders wichtig

Mit der steigenden Zahl an Überlebenden nach Tumorerkrankungen tritt ein bislang wenig beachtetes Gesundheitsrisiko zunehmend ins Blickfeld: Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folge von Krebstherapien. Inzwischen liegen kardiovaskuläre Erkrankungen auf Platz zwei der Ursachen für Langzeit-Morbidität und Mortalität von Krebsüberlebenden. Zum Weltherztag am 29. September macht die MedUni Wien auf die Wichtigkeit der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen insbesondere bei Krebspatient:innen aufmerksam.

Studie

Kuba setzt Tests für neues Medikament zur Behandlung von Alzheimer fort

Kuba will in den kommenden Monaten mit neuen Tests für ein Medikament zur Behandlung von Alzheimer beginnen. Die klinische Studie solle in allen Provinzen des Landes stattfinden, um die Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments NeuroEpo bei Patient:innen mit leichter und mittelschwerer Erkrankung zu testen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag (Ortszeit) auf seiner Internetseite mit. Weitere Angaben zu der Studie machte die Behörde nicht.