Coronavirus

Im März so viele Tote in Tschechien wie seit 1947 nicht mehr

In März dieses Jahres sind in Tschechien so viele Menschen gestorben wie in keinem anderen Monat seit 1947. Das teilte ein Sprecher der Statistikbehörde CSU am Dienstag mit. Nach vorläufigen Angaben waren rund 16.000 Todesfälle zu beklagen. Das waren rund 60 Prozent mehr als im Schnitt der Monate März der Jahre 2015 bis 2019. Gemessen an der Bevölkerung war die Region um Usti (Aussig) an der Grenze zu Sachsen am stärksten betroffen.

red/Agenturen

Im März befand sich Tschechien auf dem Höhepunkt der dritten Corona-Welle. Um dem Einhalt zu gebieten, verbot die Regierung wochenlang Fahrten zwischen den Bezirken. Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums starben im dem Monat 5.779 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden waren.

Die Übersterblichkeit sei bei Männern höher ausgefallen als bei Frauen, teilte die Statistikbehörde weiter mit. Am stärksten betroffen sei die Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren gewesen, gefolgt von den 40- bis 59-Jährigen. Positiv sei die Entwicklung indes bei den sehr alten Menschen gewesen. Sie waren auch in Tschechien vorrangig gegen das Coronavirus geimpft worden.

Inzwischen hat sich die Lage in Tschechien drastisch gebessert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist unter die 100er-Marke gesunken. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach aktuellen Zahlen nur noch 95 Menschen je 100.000 Einwohner an. Der gesamte Einzelhandel ist seit Wochenbeginn unter Hygieneauflagen wieder geöffnet.

Prag Tschechien
Dem Gesundheitsministerium Tschechiens zufolge starben letzten März im Land 5.779 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden waren.
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