Corona-Mutation

Indische Mutation: Entwarnung in NÖ, in Salzburg bestätigt

Während sich der Verdacht auf indische Variante in Salzburg bestätigt hat, gibt es in Niederösterreich Entwarnung. Die Probe sei fertig sequenziert, es handle sich um die Variante B.1.153, teilte das Büro von Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Donnerstag mit. „Es ist keine besorgniserregende Variante, sondern eine von vielen“, erläuterte ein Sprecher. Geprüft wurde der Fall eines indischen Studenten, der aus seiner Heimat in den Süden Niederösterreichs zurückgekehrt war.

red/Agenturen

Es sei nicht notwendig, die Variante genauer zu beobachten, teilte der Sprecher der Gesundheitslandesrätin weiter mit. Infolge eines vierwöchigen Aufenthalts in Indien war der Student am 23. April nach Niederösterreich zurückgekommen. Die Einreise war über Deutschland erfolgt. Ein positiver Antigentest datiert vom 28. April, eine PCR-Untersuchung bestätigte dieses Ergebnis. Vortests hatten weder Hinweise auf die südafrikanische noch auf die britische Variante zutage befördert, daher wurde der Fall von einem Labor nochmals überprüft.

Verdacht auf indische Variante in Salzburg bestätigt

In Salzburg ist das Vorliegen der indischen Virus-Variante B.1.617 nun offiziell bestätigt worden. Wie das Land am Donnerstag informierte, wurde die Mutante im Molekularzytologielabor des Uniklinikums Salzburg mittels Sequenzierung nachgewiesen. Die Gesundheitsbehörden hätten den Fall bisher gut eingrenzen können. Alle Kontaktpersonen - zwei der Kategorie 1 und drei der Kategorie 2 - befinden sich in Quarantäne. Aktuell gebe es auch keine weiteren Verdachtsfälle.

Ende April hatte das Screening nach einem PCR-Test bereits auf die indische Variante hingewiesen. Das lag auch insofern nahe, weil eine im Flachgau lebende Inderin betroffen war, die eine Woche zuvor nach einem Heimataufenthalt nach Salzburg zurückgekehrt war. Kurz darauf wurde auch eine Person in ihrem direkten Umfeld positiv getestet.

Bei der indischen Virus-Variante B.1.617 handelt es sich um eine gefährliche Kombination der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Noch ist unklar, ob diese Form tödlicher als bisherige Mutationen ist. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) deuten vorläufige Studienergebnisse darauf hin, dass sich B.1.617 schneller ausbreite als andere in Indien zirkulierende Corona-Varianten.

 

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