Coronavirus

Bildungsminister und Elternverbände bewerben Schüler-Impfung

In einem mit Montag datierten Offenen Brief bewirbt Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) gemeinsam mit Elternvertretern und Familienverbänden die Corona-Impfung auch für Schülerinnen und Schüler. Der Großteil der Eltern sei bereits geimpft. Wenn man das Pro und Contra für seine Kinder abwäge, werde die Entscheidung aber emotional schwieriger. In dem Brief werden deshalb Anlaufstellen genannt, damit Eltern sich für ihre Entscheidung gut informiert fühlen.

red/Agenturen

Dass es bei Corona und auch bei der Corona-Impfung nicht sofort auf alle Fragen klare Antworten gebe, sorge für so manche (familiäre) Diskussion, räumen Polaschek und die Vorsitzenden von Österreichischem Familienbund, Kinderfreunden, Katholischem Familienverband und dem Hauptverband katholischer Elternvereine in dem Schreiben ein. Gleichzeitig betonen sie: „Wir wissen definitiv, dass die aktuelle Corona-Impfung den besten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf bietet.“

Das Bildungsministerium hat unter www.kinder-impfen-info.at ein neues Informations-Portal speziell für die Zielgruppe der Schüler und deren Eltern eingerichtet, wo Expertinnen und Experten aus Kinder- und Jugendheilkunde, Virologie und Vakzinologie Fragen rund um die Coronavirus-Schutzimpfung für Kinder ab fünf Jahren beantworten. Auf der Seite, die u.a. in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Medizinischen Universität Wien entstanden ist, gibt es auch Informationsbeiträge „in eltern- und kinderfreundlicher Art“.

Neben persönlichen Gesprächen mit dem Arzt des Vertrauens oder der Schulärztin werden den Eltern in dem Brief außerdem Experten-Webinare des Österreichischen Jugendrotkreuzes, die Informationsangebote der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGJK) oder die Seite österreich-impft.at mit Informationen zur seit Ende November von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA)zugelassenen Impfung für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Auf der Seite www.sichereschule.at des Bildungsministeriums gibt es auch eine Übersicht über niederschwellige Kinder-Impfangebote in den einzelnen Bundesländern/Regionen.