Österreicher wünschen sich mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen

Laut der am Dienstag präsentierten Accenture-Gesundheitsstudie „Der Patient im Mittelpunkt“ erwarten sich Herr und Frau Österreicher mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen. 60 Prozent der Patienten wünschen sich virtuelle Arzttermine außerhalb der üblichen Öffnungszeiten, also nach 18.00 Uhr oder an den Wochenenden. 57 Prozent können sich virtuelle Befundbesprechungen vorstellen.

red/Agenturen

Der wichtigste Vorteil derartiger virtueller Konsultationen wäre für 74 Prozent eine kürzer Wartezeit. „Wir sehen in der Studie deutlich, dass es eine hohe Bereitschaft für virtuelle Leistungen gibt. Befundbesprechungen, Unterstützung bei chronischen Krankheiten, Erinnerung an Medikamente und Arzttermine außerhalb der gängigen Öffnungszeiten sind jene Bereiche, die vielfach genannt wurden", meinte Philipp Krabb, der Studien-Projektleiter von Accenture Österreich. Weniger Bereitschaft, virtuelle Leistungen in Anspruch zu nehmen, besteht bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung, bei psychologischer Beratung, der Erfassung von Gesundheitsdaten und der Nachsorge nach Krankenhausaufenthalten.

Trotz aller Bereitschaft werden 89 Prozent der Arzttermine an Ort und Stelle oder telefonisch vereinbart und nur vier Prozent auf digitalem Weg. 65 Prozent der Befragten kennen keine Gesundheitsapps bzw. nutzen diese nicht. „Das sind zwei Werte, die zeigen, dass der Digitalisierungsgrad im österreichischen Gesundheitswesen gering ist", so Josef El-Rayes, Research Lead Accenture Österreich.