Ärztekammerwahl im Burgenland: Sieg für neue Liste "für Veränderung"

Bei der Ärztekammerwahl im Burgenland ist die neue Liste „Angestellte Ärzte für Veränderun“ mit elf Mandaten die stimmenstärkste Fraktion geworden. Die Liste der angestellten Ärzt:innen und der Spitalsärzt:innen des amtierenden Präsidenten Michael Lang, der nach 15 Jahren nicht mehr antrat, musste hingegen herbe Verluste einstecken und liegt mit vier Mandaten nur noch auf dem vierten Platz, teilte die Ärztekammer am Mittwoch mit. Der neue Präsident wird am 11. Mai gewählt.

red/Agenturen

An der Spitze der Liste „Angestellte Ärzte für Veränderung“, die zum ersten Mal bei einer Ärztekammerwahl antrat, steht Christian Toth, Facharzt für Innere Medizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Hinter ihm belegten die „Überparteiliche Arbeitsgemeinschaft Burgenländischer Ärzte“ und die „Gemeinsame Liste der Ärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte“, wie bereits 2017, die Plätze zwei und drei. Beide verloren jeweils ein Mandat. Die „Überparteiliche Arbeitsgemeinschaft“ mit Spitzenkandidat Johann Gschwandtner, Allgemeinmediziner aus Bad Tatzmannsdorf, hält nun bei acht, die vom Mörbischer Allgemeinmediziner Michael Schriefl angeführte „Gemeinsame Liste“ bei sieben Mandaten.

Elf Mandate verloren

Die Liste des scheidenden Präsidenten Lang verlor elf Mandate und hält damit nur noch bei vier Sitzen. Nachfolgerin von Lang als Spitzenkandidatin war Brigitte Steininger, Fachärztin für Chirurgie im Krankenhaus Kittsee. Die impfkritische Partei MFG (Menschen-Freiheit-Grundrechte), die zum ersten Mal antrat, holte mit dem Neusiedler Internisten Rudolf Golubich an der Spitze ein Mandat.

Wahlbeteiligung wie 2017

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,8 Prozent und war damit genauso hoch wie 2017. Wahlberechtigt waren laut Ärztekammer 1.319 Ärzt:innen, 2017 waren es 1.173. Die Vollversammlung umfasst nun 31 statt wie bisher 33 Sitze. Sie tritt am 11. Mai zusammen, um den neuen Präsidenten zu wählen und die weiteren Spitzenfunktionen zu vergeben.