Quarantäne-Regelungen

„Es kann nicht sein, dass ein Nasenstaberl sagt, ob ich krank bin oder nicht“

Tirols Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser (ÖVP) fordert ein Ende sämtlicher Quarantäne-Regeln - auch für positiv Getestete. Gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ (Donnerstagsausgabe) hielt er fest, dass Covid wie die Grippe behandelt werden solle: „Es kann nicht sein, dass ein Nasenstaberl sagt, ob ich krank bin oder nicht.“ Wer sich krank fühle, solle zuhause bleiben, wer sich gesund fühle, zur Arbeit gehen. Dafür brauche es keine Quarantäneregeln, so Walser.

red/Agenturen

Walser geht die Verkürzung der Quarantäne auf fünf Tage, wie sie in Tirol gilt, zu wenig weit. Er fordert, die Quarantäneregeln überhaupt abzuschaffen. „Wir müssen aufhören, gesunde Menschen wegzusperren“, unterstrich der Wirtschaftskammerchef.

Vergangene Woche hatte der Bund die Quarantäne unter Auflagen von zehn auf fünf Tage verkürzt. Corona-Infizierte können demnach ohne Freitesten nach fünf Tagen wieder arbeiten und einkaufen gehen - wenn sie 48 Stunden symptomfrei waren und mit Maske. Im Privatleben sollen sie „vulnerable Settings“, Gastronomie und Großveranstaltungen meiden und auch Maske tragen. In Wien bleiben die bereits bestehenden Regeln für die Corona-Quarantäne in Kraft. Auch das Burgenland lehnte zuletzt die Regelung des Bundes ab.

 

Christoph Walser Wirtschaftskammer Tirol
Dem Tiroler Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph Walser geht die Verkürzung der Quarantäne auf fünf Tage, wie sie in Tirol gilt, zu wenig weit.
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