Corona

Salzburg setzt bei den PCR-Tests ab April auf zwei Schienen

„Salzburg gurgelt“ weiter, aber nicht nur: Das Bundesland Salzburg hat am Mittwoch die Covid-Teststrategie ab dem 1. April vorgestellt, die im Bereich der fünf kostenlosen PCR-Tests pro Monat auf zwei Schienen läuft. Zum einen wird das Angebot „Salzburg gurgelt“ nahtlos fortgesetzt, zum anderen kann auch in den meisten Apotheken des Landes weiterhin getestet werden. Die Salzburgerinnen und Salzburg können aber in einem Monat immer nur eine der beiden Varianten nutzen.

red/Agenturen

Oberst Peter Schinnerl, Leiter des Corona-Managements des Landes, sprach heute von einem Vier-Säulen-Modell. Die erste Säule bilden demnach die behördlichen PCR-Tests, die beim Verdacht einer Infektion durchgeführt werden. Das Gurgeln ist die zweite Säule. Partner des Landes bleiben dabei das Labor Novogenia in Eugendorf sowie der Handelskonzern Spar. „Es ist ein sehr gut funktionierendes System, und daher wollen wir es weiterführen“, so Schinnerl.

Die Test-Kits werden nach der Registrierung auf der Homepage https://sbg-gurgelt.at in den Spar-Märkten ausgegeben und müssen dort nach dem Test eingeworfen werden. Das System zählt ab April die Testungen im Monat mit. Der Benutzer sieht auf der Plattform einen Zähler, der anzeigt, wie viele Tests im laufenden Monat noch möglich sind, erklärte Novogenia-CEO Daniel Wallerstorfer. Nach fünf Tests ist Schluss. Außerdem wird auch die Ausgabe des Testmaterials limitiert. Eine neue Zehner-Packung erhält man erst, wenn mindestens sechs Proben eingereicht worden sind.

Dritte Säule bleiben die Apotheken. 67 der landesweit 95 Apotheken würden derzeit PCR-Tests anbieten, sagte Kammerpräsidentin Kornelia Seiwald. Dieses Angebot bleibt laut Schinnerl aus zwei Gründen erhalten. Einerseits sei es für Menschen gedacht, die nicht technik-affin sind, was bei „Salzburg gurgelt“ zu einem gewissen Maß notwendig ist. Und andererseits erfolgen in den Apotheken auch jene zusätzlichen Tests, wenn jemand über die fünf kostenlosen Proben im Monat hinaus weitere PCR-Nachweise benötigt, etwa als Mitarbeiter oder auch Besucher eines Spitals oder Seniorenheimes. „Diese Menschen müssen in der Apotheke glaubhaft machen, dass sie zu dieser Gruppe gehören“, so Schinnerl, wobei der Bund mitgeteilt habe, dass man bei den zusätzlichen Tests sehr niederschwellig bleiben solle.

Säule Nummer 4 sind schließlich die fünf ab 9. April ebenfalls gratis ausgegebenen Antigentests. Das Ergebnis dieser „Wohnzimmertests“ kann man auf https://anmeldung.salzburg-testet.at/#/public/home-test auch einreichen, sodass man eine Bestätigung des Landes erhält. Einen „Test-Tourismus“ zwischen einzelnen Bundesländern kann man nicht ausschließen, sagte Schinnerl. Wenn ein Oberösterreicher nach den fünf Tests im selben Monat noch fünf weitere in Salzburg durchführen möchte, sei dies zwar nicht möglich, weil diese zwei Bundesländer mit demselben Labor zusammenarbeiten, wenn dies allerdings ein Tiroler mache, könne man dies nicht verhindern. „In einen Kontrollwahn werden wir hier nicht verfallen“, so der Oberst.