Coronavirus
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Maßnahmen in Schweden bleiben bis zum 1. Juni in Kraft

Die in Schweden geltenden Corona-Maßnahmen werden angesichts vergleichsweise hoher Neuinfektionszahlen bis zum 1. Juni verlängert. Das gab Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Auch wenn man auf nationaler Ebene einen Rückgang der Infektionszahlen sehe, befänden sich diese nach wie vor auf einem hohen Niveau. Ursprünglich waren Lockerungen für den 17. Mai angedacht gewesen.

red/Agenturen

Schweden hat in der Corona-Krise einen viel beachteten Sonderweg gewählt. Die Skandinavier entschieden sich zu weniger strikten Beschränkungen und setzten mehr auf Empfehlungen und Appelle an die Vernunft der Bürger. Dennoch sind auch in Schweden bestimmte Maßnahmen eingeführt worden, darunter eine Teilnehmerobergrenze für Veranstaltungen und Zusammenkünfte von maximal acht Personen.

Nach dem 1. Juni sollen bei dieser Beschränkung gewisse Änderungen etwa für Sportveranstaltungen vorgenommen werden, wie Kultur- und Sportministerin Amanda Lind ankündigte. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten sollen Restaurants ab dem Zeitpunkt bis 22.30 Uhr und damit zwei Stunden länger als derzeit offen bleiben dürfen. Ein Beschluss dazu soll nächste Woche fallen.

Schaut man auf die Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, dann hat Schweden auf die Bevölkerung heruntergerechnet weiter eine der höchsten Neuinfektionszahlen in der EU. In der letzten April- und der ersten Mai-Woche stand die 14-Tages-Inzidenz demnach bei rund 558 Fällen pro 100.000 Einwohner.

 

 
© medinlive | 24.07.2021 | Link: https://app.medinlive.at/index.php/gesellschaft/massnahmen-schweden-bleiben-bis-zum-1-juni-kraft