Coronavirus-Folgen
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Ökosoziales Forum fordert "Zukunftsmilliarde" für Jugend

Das Ökosoziale Forum Österreich & Europa, das Ökosoziale Studierendenforum und das Ökosoziale SchülerInnenforum haben am Mittwoch eine „Zukunftsmilliarde“ für die Jugend als Teil der Comeback-Pläne der Regierung eingefordert. Damit sollen die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben junger Menschen abgefedert werden: Zur Isolation durch Fernlehre komme für diese der Verlust von Nebenjobs, Probleme beim Berufseinstieg oder Mangel an Praktikumsplätzen oder Lehrstellen.

red/Agenturen

Die besondere Situation der Jugendlichen in der Krise müsse anerkannt werden, betonte Bildungspsychologin Christiane Spiel (Uni Wien) aus dem wissenschaftlichen Beirat im Ökosozialen Forum in einer Aussendung. „Unser Bildungssystem ist in hohem Maße gefordert, die versprochene Chancengerechtigkeit endlich zu ermöglichen, Selbstorganisation sowie digitale Kompetenzen vermehrt zu fördern und für andere Krisen zu lernen.“ Es sei richtig, Geld für die Bekämpfung der Krisenfolgen in die Hand zu nehmen, so Hans Mayrhofer, Generalsekretär des Ökosozialen Forums Österreich und Europa. „Aber stellen wir sicher, dass die Jugend ebenso entschädigt wird wie andere auch.“

Konkret fordern die Ökosozialen Foren u.a. deutlich mehr Maßnahmen zur Förderung von Chancengerechtigkeit wie Förderunterricht und eine Anpassung der Lehrinhalte an Schulen durch eine Differenzierung in „Pflicht“ und „Kür“. Außerdem notwendig seien etwa mehr Praktikumsplätze und Lehrstellen, eine Qualifizierungsoffensive gegen Jugendarbeitslosigkeit, eine Verdreifachung des Härtefallfonds für Studentinnen und Studenten, zusätzliche Uni-Prüfungstermine in den Sommermonaten 2021 sowie kostenlose Lern-, Sport- und Freizeitcamps für alle Zehn- bis 18-Jährigen.

 
© medinlive | 24.07.2021 | Link: https://app.medinlive.at/index.php/gesellschaft/oekosoziales-forum-fordert-zukunftsmilliarde-fuer-jugend