Wissenschaft

Labor ETH Zürich
Biomarker im Blut

ETH-Forscher finden Schlüssel zur Früherkennung von Parkinson

Viele Krankheiten des Menschen lassen sich anhand von Biomarkern im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten nachweisen und diagnostizieren. Bei der Parkinsonkrankheit gab es bisher keinen solchen Biomarker. Ein Team der ETH Zürich hat nun diese Lücke geschlossen.

Grippe-Saison: Sprunghafter Anstieg der gemeldeten Fälle

In der vergangenen Woche hat es einen sprunghaften Anstieg der Influenzanachweise in Österreich gegeben. Epidemisches Niveau – also eine Grippewelle – ist damit noch nicht erreicht, so das Zentrum für Virologie der MedUni Wien am Donnerstag. Doch das Gesundheitsministerium warnt davor, dass eine solche Welle kurz bevorstehen könnte und ruft zum Impfen auf.

Hospiz

Erste stationäre Pflege für chronisch kranke Kinder in Wien entsteht

In Wien entsteht das erste stationäre Pflege- und Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche mit komplexen, chronischen Erkrankungen. Bisher lebten betroffene Kinder trotz abgeschlossener Akutbehandlungen u.a. weiterhin auf Krankenhausstationen, berichtete das Haus der Barmherzigkeit am Donnerstag. In dessen Pflegekrankenhaus in der Seeböckgasse in Wien-Ottakring sollen gegen Ende 2023 die ersten jungen Patientinnen und Patienten im neuen Wohnbereich Fridolina einziehen.

Variantenimpfstoff
Corona

Studie zeigt Einfluss von Hausärzten auf Impfablehnung

Eine an der Universität Innsbruck durchgeführte Studie hat den Einfluss von impfskeptischen Hausärzten auf das Corona-Impfverhalten ihrer Patienten belegt. Laut dem wissenschaftlichen Paper führte deren Haltung auf dem Höhepunkt der Impfablehnung im Dezember 2021 zu einer rund 5,6 Prozentpunkte geringeren Durchimpfungsrate, sagte Andreas Steinmayr, Studienleiter und Professor für Empirische Wirtschaftsforschung, im APA-Interview.

Christian Drosten Fahrrad
Coronavirus

Drosten: „Zeichen für das kommende Ende der Pandemie“

Zur weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich der bekannt deutsche Virologe Christian Drosten optimistisch gezeigt. Zur Dynamik der heurigen Infektionswellen sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Sie ist das Zeichen für das kommende Ende der Pandemie.“ Das Interview wurde am Mittwoch online vorab veröffentlicht. Inzwischen reichen laut Drosten schon „kleine Einflussfaktoren wie eine Wetteränderung“, um eine Welle anzuschieben oder brechen zu lassen.

Omikron Coronavirus
Coronavirus

Antikörpertherapien wirken bei Omikron-Variante BQ.1.1 nicht

Für die Behandlung der Corona-Subvariante Omikron BQ.1.1 werden offenbar neue Therapien notwendig. Alle derzeit zugelassenen Antikörpertherapien wirkten bei ihr nicht, teilte das Deutsche Primatenzentrum am Mittwoch in Göttingen mit. Die Analyse von Wissenschaftern und Wissenschafterinnen der Einrichtung sowie der Universität Erlangen-Nürnberg wird in der Fachzeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ vorgestellt.

Affenpocken
Affenpocken

Erste Dosis des Impfstoffs bietet „starken Schutz“

Der bislang einzige speziell gegen Affenpocken zugelassene Impfstoff bietet einer neuen Studie zufolge bereits mit der ersten Dosis einen „starken Schutz“ vor der Krankheit. Zwei Wochen nach der ersten Dosis sei das Vakzin geschätzt zu 78 Prozent wirksam, erklärte die britische Gesundheitsbehörde am Dienstag. „Wir wissen jetzt, dass eine erste Impfstoffdosis einen starken Schutz gegen die Affenpocken bietet“, sagte Jamie Lopez-Bernal, Epidemiologe bei der britischen Gesundheitsbehörde.

Spritze
Psychologie

Nadelphobie: Weit verbreitet und nicht unproblematisch

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung fürchtet sich vor Injektionsnadeln. Oft geht das bis zur Vermeidung von notwendigen medizinischen Handlungen in Diagnostik und Therapie. Das hat eine internationale Umfrage unter fast 2.100 Erwachsenen ergeben, an der auch ein Wiener Intensivmediziner mitwirkte. Mehr als 60 Prozent der Menschen dürften betroffen sein, heißt es in der Studie, die in „PlosOne“ veröffentlicht worden ist.

Studie: Bakterielle Infektionen zweithäufigste Todesursache weltweit

Bakterielle Infektionen sind die zweithäufigste Todesursache weltweit,wie aus einer in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Studie hervorgeht. Demnach waren Bakterien im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie für jeden achten Todesfall verantwortlich. Insgesamt wurden die Erreger mit 7,7 Millionen Todesfällen in Verbindung gebracht – dies entspricht 13,6 Prozent der weltweiten Gesamtzahl. Die Studie wies zudem deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Regionen nach.

Joanna Jachowicz
Grundlagenforschung

Hochdotierte ERC-"Starting Grants" an 17 Forscher:innen in Österreich

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat hochdotierte „Starting Grants“ an 17 in Österreich tätige Forscher:innen vergeben – u.a. an Joanna Jachowicz vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und Thomas Vogl von der MedUni Wien. Insgesamt können sich in dieser Antragsrunde 408 Forscher:innen in einer frühen Karrierephase über jeweils einen mit rund 1,5 Mio. Euro dotierten Förderpreis freuen.

Pressekonferenz ILC 2020 EASL Wedemeyer Bulevirtide
Deutscher Lebertag

Vielversprechende Medikation gegen Hepatitis D

Die chronische Infektion mit HDV ist die schwerste Form aller Virushepatitiden mit einem deutlich schnelleren Fortschreiten hin zu Leberzirrhose und Leberkrebs. Eine Lebertransplantation war bislang oft die einzige Überlebenschance für Hepatitis-D-Patient:innen. Mit Bulevirtide wurde ein neues Hepatitis-D-Medikament am Leberkongress vorgestellt, das die aggressive Virusvariante eliminieren soll.

Eingefärbtes Organoid
Molekulare Pathologie

Wiener Forscher entrollen Physik bestimmter Gehirnteile

Organe wie das Gehirn von Menschen und Mäusen haben ganz spezielle Fassonen. Sie werden in der Entwicklung durch physikalische Prozesse, wie Fusionen von Läppchen, die zu Netzwerken langer Röhren und schließlich Lochball-ähnlichen Minigehirnen führen, geformt, berichten Wiener Forscher. Mit bestimmten Wirkstoffen könne man sogar ihre Gestalt verändern. Die Studie wurde im Fachjournal „Nature Physics" veröffentlicht.

Corona

Übersterblichkeit hängt noch immer von Impfrate ab

Nicht nur zu Beginn der Covid-19-Pandemie, auch mit den Delta- und Omikron-Varianten von SARS-CoV-2, kam es weltweit zu einer Übersterblichkeit. Sie hängt offenbar großteils mit den Covid-19-Durchimpfungsraten zusammen. Österreich schneidet vom Juni 2021 bis März 2022 unter vergleichbaren Staaten viel besser als die USA ab, liegt aber sonst im hinteren Feld. Das zeigt eine neue US-Studie.

Corona

mRNA-Impfstoff wirkt auch gegen BQ.1.1

Die „neue“ SARS-CoV-2-Variante BQ.1.1 ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich angekommen. Eine gute Nachricht brachten Untersuchungen des US-Pharmakonzerns Pfizer am Freitag: Der mit BioNTech (Mainz) entwickelte bivalente Omikron-mRNA-Impfstoff hilft offenbar auch gegen die neue Mutante. Dies berichtete am Freitag das Deutsche Ärzteblatt.

Trotz der hohen Zahl an Lebererkrankten fehlt das Bewusstsein dafür in allen Ebenen: bei politischen Entscheidungsträgern, im Gesundheitssystem sowie beim Konsumenten. Dabei mangelt es auch nicht an konkreten Ideen.
Deutscher Lebertag

Stille Killer

Belebend, berauschend und tödlich: Alkohol steht für Leichtigkeit und Genuss, stapelt sich bei Feiern auf dem Tisch, schmückt Litfaßsäulen – und trägt immer häufiger dazu bei, dass Menschen schon in jüngeren Jahren sterben. Das Genussmittel kann über Jahre unbemerkt die Leber schädigen – oft bis zu einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Warum es sich lohnt, die Zahl der konsumierten Weingläser im Blick zu haben und was die Politik tun muss, erläutert Aleksander Krag, Vize-Generalsekretär der Europäischen Gesellschaft für Leberforschung (EASL).

Ausbruch verzögerndes Diabetes-Medikament in den USA zugelassen

In den USA ist ein neues Diabetes-Medikament zugelassen worden, das bei bestimmten Menschen mit familiärem Risiko für Typ-1-Diabetes den Ausbruch um einige Zeit hinauszögern kann. Das Mittel Teplizumab sei für Menschen ab acht Jahren zugelassen worden, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit. Es wird gegeben, indem an 14 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine Infusion verabreicht wird.