Coronavirus

Bis Ende März fast 42 Mrd. an Coronahilfen

Die Pandemie dauert zwar an, doch die Zeit des „koste es was es wolle“ endet, wenn der April beginnt. Das gilt nicht nur für laufende Gratis-Coronatests sondern vor allem für die allermeisten der Wirtschaftshilfen, die eigens geschaffen wurden, um eine Pleitewelle zu verhindern. Schließlich sind die meisten Corona-Einschränkungen seit Anfang März Geschichte. Einige Branchen wie Stadthotellerie oder Nachtgastronomie fordern aber weitere Hilfe.

red/Agenturen

Insgesamt hat die Republik laut letztem Stand (Ende März) 41,8 Mrd. Euro in die Hand genommen oder fix zugesagt - für Verlustersatz, Garantien, Ausfallsbonus, Corona-Kurzarbeit und Co. Die Corona-Kurzarbeit - sie wird über ein angepasstes Modell verlängert -, kostete als Einzelposten mit 9,5 Mrd. Euro am meisten.

Wobei zur Höhe der Corona-Hilfen noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, wie das Finanzministerium erinnert. Denn einige Hilfen können noch einige Zeit lang beantragt werden - rückwirkend für die Zeit bis zum 31. März. Das gilt für den Verlustersatz III noch bis zum 30. September, für den Ausfallsbonus II bis zum 9. Juli, für den Härtefallfonds Phase IV bis zum 2. Mai, für den NPO-Fonds bis zum 30. April und für die Kurzarbeit meist bis zum 30. Juni.

Abwicklerin für die allermeisten Hilfen für Unternehmen war und ist die COFAG, die vom Bund eigens dafür gegründet wurde. Das erste Hilfspaket vor zwei Jahren, das als großzügig gegolten hatte, belief sich auf 4 Mrd. Euro, davon 400 Mio. Euro für die Kurzarbeit. Der Betrag hat sich also mehr als verzehnfacht. Das Finanzministerium geht davon aus, dass 1,3 Millionen Arbeitsplätze mit den Hilfen erhalten wurden. Etwa ein Viertel der Corona-Hilfen, im Wesentlichen die Kurzarbeitsunterstützung, ging direkt an Arbeitnehmer.

Reform des Kurzarbeitsmodells Mitte 2021

Von den Corona-Hilfen gingen rund 350 Mio. Euro ins Burgenland, 750 Mio. Euro nach Kärnten, 1,8 Mrd. nach Niederösterreich, 2,2 Mrd. nach Oberösterreich, je 1,9 Mrd. nach Salzburg und in die Steiermark, 2,6 Mrd. nach Tirol, 730 Mio. nach Vorarlberg und 3,8 Mrd. nach Wien.,

Das seit März 2020 laufende Corona-Kurzarbeitsmodell wurde Mitte 2021 reformiert, seither waren zwei verschiedene Modelle beantragbar. Einerseits gibt es eine unveränderte Variante für besonders betroffene Unternehmen bis Ende März 2022 und andererseits ein Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe für Betriebe bis Ende Juni 2022. Die Nettoersatzrate für Beschäftigte in Corona-Kurzarbeit ist seit März 2020 unverändert und liegt je nach Einkommenshöhe bei 90 Prozent, 85 Prozent oder 80 Prozent. Am meisten Beschäftigte waren im April 2020 in Kurzarbeit, damals erhielten 1,04 Millionen Personen Kurzarbeitsbeihilfe. Zur Kurzarbeit waren am Anfang der Woche noch rund 164.000 Personen vorangemeldet.

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