Corona-Verordnungen

Maskenpflicht im deutschen Handel verschwindet Schritt für Schritt

Nach mehreren Handelsketten hat in Deutschland auch Edeka angekündigt, die Maskenpflicht ab kommender Woche nicht grundsätzlich aufrechtzuerhalten. „Da fehlen uns die Möglichkeiten der Kontrollen“, sagte eine Sprecherin der Supermarktkette. Auch der Möbelhändler Ikea und die Bekleidungskette Ernsting“s family wollen ab Montag die Maskenpflicht aufheben, empfehlen ihren Besuchern aber ebenso wie Edeka, weiterhin den Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

red/Agenturen

„Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, kritisierte Edeka. „Man kann daher nun nicht erwarten, dass wir mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzen.“

Bei der Kaufhauskette Woolworth und der Buchhandelskette Thalia müssen Kunden ab kommender Woche auch nicht mehr grundsätzlich Maske tragen. Die Lebensmittelketten Lidl und Rewe hielten sich zur Frage, wie es nächste Woche bei ihnen konkret weitergeht, zunächst noch bedeckt.

Nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz sind den Bundesländern in Deutschland ab diesem Sonntag nur noch wenige Alltagsvorgaben zu Masken etwa in Kliniken und Pflegeheimen möglich. Weitergehende Auflagen auch mit Maskenpflichten im Handel können sie in regionalen Hotspots verhängen, wenn das Landesparlament für diese eine drohende kritische Coronalage feststellt. Vorerst sind solche Hotspots aber nur in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg vorgesehen.

 

 

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