Corona-Testungen

Wien lässt weiter gurgeln und die Teststraßen offen

Wie hat nun fixiert, wie die neue Teststrategie ab dem morgigen Freitag funktionieren wird - und setzt dabei auf ein bewährtes System: Sowohl das PCR-Testprogramm „Alles gurgelt“ als auch die Teststraßen wird es weiter geben. Das teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag mit. Klar ist nun: Auch Symptome können über das Gurgel-Portal geltend gemacht werden, was den Bezug weiterer Gratis-Testkits ermöglicht.

red/Agenturen

Grundsätzlich können alle Wiener, so wie in der Verordnung des Bundes festgehalten, fünf kontingentierte PCR-Tests pro Monat durchführen. Personen, die noch Gurgel-Testkits aus dem März Zuhause haben, dürfen im April ausnahmsweise zehn kostenlose PCR-Tests verbrauchen.

Zur Abholung stehen ab 1. April aber nur mehr fünf Tests pro Monat zur Verfügung. Sie sind wie bisher über den Partner Bipa zu beziehen bzw. in den Filialen des Rewe-Konzerns abzugeben. Mit Ausnahmegründen - wie der Besuch von Krankenhäusern oder Pflegeheimen - wird das Kontingent aber erweitert. Auch bei Abklärungen angesichts Covid-spezifischer Symptome oder dem Freitesten ab dem fünften Tag muss man nichts für die Untersuchung berappen.

In diesem Fall kann man sich bei allesgurgelt.at einloggen und danach einen der Ausnahmegründe anklicken. Für diesen Test erhält man einen personalisierten Barcode, der zum Bezug eines Testsets in der Bipa-Niederlassung berechtigt. Aber auch ein stationäres Testangebot wird es weiter geben, wird betont - etwa für Personen, die einen Gurgeltest aus medizinischen Gründen nicht durchführen können.

Hacker: „Bis zur letzten Sekunde gekämpft“

Die Teststraßen, Gurgelboxen und Schnupfen-Checkboxen bleiben im aktuellen Umfang geöffnet. Die Situation werde je nach dem Ausmaß der künftigen Nutzung laufend evaluiert und neu bewertet, hieß es. Dies werde im Laufe des Aprils erfolgen.

Menschen, die etwa Symptome aufweisen, haben somit mehrere Möglichkeiten, weiter kostenlos zu testen. Neben dem Gurgelprogramm und den Teststationen ist auch weiterhin die Kontaktaufnahme mit 1450 bzw. mit dem Hausarzt möglich.

„Wir haben in Wien bis zur letzten Sekunde gekämpft, unser Testsystem aufrecht zu erhalten. Nun hat der Bund eine Entscheidung getroffen, der wir uns letzten Endes unterzuordnen haben. Es wird leider auf jeden Fall viel bürokratischer. Nicht nur für die Behörde, sondern vor allem für die Bürgerinnen und Bürger“, kommentierte Gesundheitsstadtrat Hacker die Neuausrichtung. Die Absolvierung kostenloser Tests in den Apotheken soll übrigens ebenfalls weiter möglich sein, zumindest wird dies angestrebt.

„Wir finden es sehr schade, dass der Bund die Apotheken aus der Testverordnung genommen und die Verträge mit den Apotheken beendet hat. Es gibt viele Menschen, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund ihres Alters weiterhin ein physisches Testangebot benötigen. Darum haben wir auch die Apothekerkammer eingeladen, mit dem Bieterkonsortium in Wien in Verhandlungen zu treten. Wir sind zuversichtlich, dass diese laufenden Gespräche einen positiven Abschluss finden werden und hoffen, dass die Apotheken in Zukunft Teil des Wiener Testangebots sein wollen“, betonte er.

 

 

 

Stephansdom Wien
Wien hält an seinem Testsystem fest.
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