Wissenschaft

Wirkstoff in Asthmaspray lindert laut Studie Covid-Verläufe

Ein Asthmaspray im Kampf gegen Covid-19: Bei einer im Fachmagazin „The Lancet“ publizierten Studie wurde durch den inhalierten Wirkstoffs Budesonid die Wahrscheinlichkeit von schweren Verläufen um 90 Prozent reduziert. Der Wirkstoff wird bereits in Österreich im Spital verwendet. Laut Studie könnte das Mittel aber schon bei positivem Test zur Post-Expositions-Prophylaxe angewendet werden. Die Ärztekammer forderte das Gesundheitsministerium auf, den Einsatz zu unterstützen.

Coronavirus

Forscher arbeiten an Medikament gegen schwere Covid-Verläufe

Neben Impfungen wird weiterhin an Medikamenten gearbeitet, die die Auswirkungen der Coronapandemie einschränken könnten. Ein Forscherteam unter Leitung von Musa Khaitov am NRC Institut für Immunologie FBMA in Moskau in Kooperation mit Rudolf Valenta, Leiter der Abteilung für Immunpathologie am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien, arbeitet etwa derzeit an einem Mittel, das schwere Lungenschäden bei einer Covid-19-Erkrankung verhindern könnte.

Coronavirus Impfung
Impfstudie

Biontech schützt weniger gegen Südafrika-Variante

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt einer israelischen Studie zufolge weniger gut vor der südafrikanischen Coronavirus-Variante als vor anderen Varianten. „Die südafrikanische Variante ist in gewissem Umfang in der Lage, die Schutzwirkung des Impfstoffs zu durchbrechen“, sagte der Co-Autor Adi Stern, der an der Universität Tel Aviv forscht, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

IMBA CELL

Wie Viren das wachsende Gehirn schädigen

Ein Forscherïnnenteam am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – erforscht an sogenannten Organoiden, wie manche Viren schwere Fehlbildungen im menschlichen Gehirn auslösen können, mit dem Ziel neue Therapieansätze gegen Infektionen und deren Folgen zu entwickeln. Das berichtet das Team rund um Jürgen Knoblich aktuell im Fachmagazin Cell Stem Cell.

Labor von AstraZeneca

Diese Woche kompletter Lieferausfall bei AstraZeneca

Einmal mehr gibt es Lieferschwierigkeiten mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Diese Woche ist überhaupt kein Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers in Österreich eingetroffen. Die für die Kalenderwoche 14 (5. bis 11. April) angekündigten 5.090 Ampullen werden nun erst in der Kalenderwoche 15 (12. bis 18. April) erwartet. Überdies werden nur 2.640 Violen geliefert - fast um die Hälfte weniger als versprochen.

Hautausschlag

Atopische Dermatitis wird deutlich besser behandelbar

Bis zu ein Fünftel der Kinder und zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen leiden an atopischer Dermatitis (auch: Neurodermitis). Entzündliches Ekzem und quälender Juckreiz sind die Hauptsymptome. Nach jahrelangem Stillstand verspricht aktuell - zum Teil erst im „Windschatten“ von Covid-19 zugelassen - eine ganze Reihe von neuen Behandlungsmöglichkeiten deutliche Besserung: wirksame Salben, monoklonale Antikörper und Arzneimittel in Tablettenform.

Pandemie schädigt auch Psyche und Nerven

Corona-Patienten haben häufiger neurologische oder psychische Probleme als Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen. Eine britische Studie im Fachjournal „The Lancet Psychiatry“ fand ein um 44 Prozent höheres Risiko für Angsterkrankungen oder Stimmungsschwankungen als nach einer Grippe. Die genauen Gründe dafür seien aber noch unklar.

Coronavac und Biontech/Pfizer

Erste Corona-Dosis allein schützt nicht vor dem Virus

Die erste Impfdosis allein schützt nicht vor einer Infektion mit dem Coronavirus, wie eine Studie der Universität von Chile ergab. Untersucht wurde die Wirksamkeit des chinesischen Impfstoffes Coronavac und des Impfstoffes von Biontech/Pfizer. Bei der ersten Dosis liegt die Wirksamkeit in den 28 Tagen bis zur zweiten Dosis bei nur drei Prozent und damit im Bereich der statistischen Fehlermarge, zwei Wochen nach der zweiten Impfung lag die Wirksamkeit bei 56,5 Prozent.

Corona-Impfstoff

„Kleine Fabriken“: Bilder zeigen, wie Astrazeneca-Vakzin wirkt

Forscher der Universität Southampton haben mit einer speziellen Bildtechnik sichtbar gemacht, wie der Astrazeneca-Impfstoff in menschlichen Zellen wirkt. „Viele Menschen wissen vermutlich nicht, wie ihre Zellen zu kleinen Fabriken werden, die virale Stacheln produzieren, die dann die Immunreaktion anstoßen, die es braucht, um die Krankheit zu bekämpfen“, sagte der britische Biologe Max Crispin der Nachrichtenagentur PA. Auf den bunten, fast außerirdisch anmutenden künstlerischen Nachbildungen sind diese Stachel deutlich auf den Oberflächen der Zellen zu erkennen. Die Darstellung basiert auf der mikroskopischen Arbeit der Forscher aus Southampton und Oxford, die Tausende mikroskopische Bilder aufgenommen haben.

Mutationen

Corona-Varianten: EU-Kommission gibt 123 Millionen Euro für Forschung

Im Kampf gegen gefährliche Coronavirus-Varianten stellt die EU-Kommission der Forschung 123 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld aus dem Forschungsprogramm „Horizont Europa“ solle dafür sorgen, dass den kurz- bis mittelfristigen Bedrohungen durch Mutanten begegnet werden könne, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Corona-Impfstoff

Viele Antikörper auch sechs Monate nach Moderna-Injektion

Auch ein halbes Jahr nach der vollständigen Corona-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna bleibt der Schutz einer neuen Studie zufolge hoch. Ein Langzeittest mit 33 Probanden habe sechs Monate nach der zweiten Impfung in allen Altersklassen ein weiterhin hohes Niveau an Antikörpern gegen Covid-19 gezeigt, berichten US-Experten im „New England Journal of Medicine“ (NEJM). Die Studie werde weitergeführt, um die Wirksamkeit des Vakzins über längere Zeit beobachten zu können.

Corona-Impfstoff

BioNTech-Vakzin schützt nach sechs Monaten zu 91 Prozent

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer bietet auch neuen Daten zufolge einen hohen Schutz gegen Covid-19 und die ansteckenderen Virusvarianten. Bei Studienteilnehmen, deren Impfung bis zu sechs Monate zurückliegt, betrage die Wirksamkeit rund 91 Prozent, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten der beiden Partner hervorgeht. Das ist zwar etwas niedriger als die 95 Prozent, die Biontech und Pfizer im November aus der Studie mit 44.000 Teilnehmern gemeldet hatten.

Corona-Impfstoff

BioNTech-Mitgründer: mRNA-Impfstoff um zwei Euro illusorisch

Der österreichische Krebsforscher und Ko-Gründer der Firma BioNTech, Christoph Huber, sieht in mRNA-Impfstoffen ein „ungeheures Technologiegebiet“. Die Wirkstoffe seien allerdings „kein Hustensaft“, ihre Entwicklung und Herstellung entsprechend komplex. Das heiße auch, dass man die Rezepte nicht freigegeben und allerorts einfach nachkochen könne, sagte Huber am Mittwochabend bei einem Vortrag: „Es ist völlig klar, dass wir keinen Impfstoff um zwei Euro herstellen können.“

Corona-Impfstoff

Biontech: Impfstoff-Studie zeigt Wirksamkeit bei Jugendlichen

Nach Angaben der Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer schützt ihr Vakzin auch Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung. Das habe ihre neue Studie ergeben. Gepant ist, die Daten in den kommenden Wochen bei der EU-Zulassungsbehörde EMA und dem US-Pendant FDA einzureichen. „Wir hoffen, dass wir dann schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen können“, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla laut Mitteilung. Bislang gibt es in der EU nur eine bedingte Zulassung für Menschen ab 16 Jahren.

Coronavirus

Sars-CoV-2 vermehrt sich besonders in kühlen Atemwegen

Sars-CoV-2 repliziert sich bei Temperaturen der oberen Atemwege zehnmal effizienter als in den unteren Atemwegen. Das haben Virologen der Universität Bern in menschlichen Zellkulturen herausgefunden. Dies könnte erklären, wieso Sars-CoV-2 leichter übertragen wird als der Sars-Erreger von 2002.

Gastkommentar

„Mit Unsicherheiten in der Statistik müssen wir umgehen lernen"

Wir wünschen uns Sicherheit in unsicheren Zeiten. Die Statistik kann uns diese jedoch nicht immer bieten. Tanja Stadler ist Professorin am Departement für Biosysteme der ETH Zürich. Sie erklärt im Zukunftsblog der Universität anhand der von ihr für die Schweiz berechneten Schätzung des R-​Werts, warum wir auch die statistische Unschärfe berücksichtigen müssen.