MedUni Wien

Thomas Berger übernimmt Professur für Neurologie

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Neuroimmunologie und die Multiple Sklerose (MS). An der MedUni Wien will Berger diese, im speziellen die entsprechende Biomarkerforschung, weiterentwickeln.

red

In zusätzlichen Forschungsbereichen, etwa Schlaganfall, demenziellen Erkrankungen und Epilepsie, will Berger patientenzentriert und grundlagenorientiert vertiefen und expandieren.

Ein an der MedUni Wien neues Forschungsfeld wird die neurologische Intensivmedizin werden. Hierfür will Berger die entsprechende Struktur (Neurointensiv-Einheit in engstem Verbund mit der ebenfalls einzurichtenden Comprehensive Stroke Unit) schaffen und Mitarbeiter mit ausgewiesener klinisch-wissenschaftlicher Expertise gewinnen.

Diese beiden Schwerpunkte – Neurologische Intensivmedizin und Comprehensive Stroke Management – werden unter anderem eine formale Lücke in der studentischen und postgradualen (fachärztlichen) Ausbildung schließen, wodurch die Module „Vertieftes Schlaganfallmanagement“ und „Neurologische Notfall-, Intermediatecare- und Intensivmedizin“ in der fachärztlichen Ausbildung auch uneingeschränkt an der Universitätsklinik für Neurologie absolviert werden können.

Praxisnahe Ausbildung und Nachwuchsförderung

„In der studentischen und postgradualen Lehre habe ich den Ehrgeiz, neurologische Lehrinhalte lebendig und sinnstiftend zu vermitteln“, erklärt Berger, „klinische Neurologie ist prädestiniert, um neurowissenschaftlich-neurologische Zusammenhänge („vom Molekül zur neurologischen Erkrankung und Therapie“) praxis- und forschungsorientiert zu lehren.“ So seien viele neurologische Erkrankungen – beispielsweise Multiple Sklerose – geeignet, um genderspezifische Aspekte spezifisch zu lehren.

Neue Kooperationen und das entsprechend Netzwerken sind für Berger ein großes Thema, dabei will sich der Neurologe aber keineswegs ausschließlich auf die ausgewiesenen Partnerkliniken und -institutionen des Neurozentrums und Neuroscience Clusters beschränken. „Ich habe den Wunsch, Kooperationen mit jenen Einrichtungen der MedUni Wien zu suchen, mit denen unsere Klinik klinische und wissenschaftliche Schnittpunkte hat bzw. im Stande wäre.“

Zur Person

Thomas Berger studierte Medizin in Wien und arbeitete nach seinem Abschluss am Neurologischen Institut der Universität Wien in der Abteilung für Experimentelle Neuropathologie und Neuroimmunologie bei Hans Lassmann (heute Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien) sowie als Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Neurologie (Klinische Abteilung für Neurologische Rehabilitation) der Universität Wien (heute MedUni Wien). Im Jahr 1995 wechselte er an die Universitätsklinik für Neurologie Innsbruck. Dort absolvierte er die Facharztausbildung für Neurologie und Psychiatrie, habilitierte sich im Fach Neurologie und absolvierte ein Masterstudium in Gesundheitsökonomie.

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Thomas Berger MedUni Wien
Thomas Berger fungierte als Principal Investigator von bisher mehr als 70 klinischen (multizentrischen) Therapiestudien bei MS und NMO (Neuromyelitis optica).
MUI